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Prometheus Filmkritik

06. Aug 2012
Bewertung der Filmkritik: 3.5 von 5 Sternen
Filmkritik von Josef Gruebl , LOVEFiLM
Prometheus

Ist es ein Sequel? Oder ein Prequel? Weder noch: Es ist Prometheus!

Über keinen anderen Film des Kinojahres 2012 wurde im Vorfeld so viel gerätselt wie über die neueste Regiearbeit von Ridley Scott. Kein Wunder: Schließlich kündigte der Macher von Gladiator und American Gangster nach vielen Jahren seine Rückkehr zur Science Fiction an. Dem Genre also, dem er Klassiker wie Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und Blade Runner schenkte. Damit nicht genug: Schon bald hieß es, dass Scotts neuer Film Prometheus - Dunkle Zeichen die Alien-Vorgeschichte erzählen sollte - ein Prequel also. Aus anderen Kreisen erfuhr man dann, dass Prometheus sogar in zwei Teile aufgeteilt werde. Womit das mit dem Sequel ja auch stimmen würde. Am Ende kam es dann aber doch etwas anders…

Laut einer Aussage Scotts erzählt Prometheus - Dunkle Zeichen nicht die Vorgeschichte zu seinem Alien-Film aus dem Jahr 1979 (der damals ja den Auftakt zu einer der erfolgreichsten SciFi-Reihen der Filmgeschichte machte). Wenn aber jemand Parallelen dazu entdecken kann, ist das sicher nicht ganz unbeabsichtigt. Die Geschichte beginnt im Jahr 2089, als die Archäologin Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und ihr Partner Charlie (Logan Marshall-Green) bei einer Forschungsreise zur schottischen Isle of Skye eine Höhlenmalerei entdecken. Diese weist auf eine spezielle Planetenkonstellation hin, die ihnen schon bei anderen Einsätzen aufgefallen ist. Handelt es sich etwa um die Botschaften von Außerirdischen, die für die Entstehung des Menschen verantwortlich sind?

Im Auftrag eines finanzkräftigen Konzerns begeben sich die Forscher an Bord eines Raumschiffs namens Prometheus und auf eine Reise ins All. Am Ende des Universums wollen sie die letzten Geheimnisse der Menschheit ergründen. Leiterin der Expedition ist die aalglatte Meredith Vickers (Charlize Theron), als Tochter des Unternehmensgründers verfolgt sie ihre eigenen Interessen. Ebenfalls mit an Bord ist der Android David (Michael Fassbender), der während des zweijährigen Flugs auf die Astronauten (die sich in dieser Zeit im Tiefschlaf befinden) aufpasst. Doch als die Crew an ihrem Ziel, dem Planeten LV-233, angekommen ist, stellt sich heraus, dass es dort keine Antworten auf die Fragen der Menschheit gibt. Vielmehr lauert eine tödliche Gefahr…

Prometheus: Charlize Theron

Regisseur Scott vermischt in seinem Film philosophische Fragen mit genretypischen Motiven: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was wollen nur diese merkwürdigen Kreaturen von uns? Das macht er ganz geschickt und zitiert nebenbei Genre-Klassiker wie 2001, Das Ding aus einer anderen Welt oder The Abyss. Doch ausgerechnet die Vergleiche mit seinem eigenen Alien-Film tun der Spannung des Films nicht gut. Natürlich gibt es auch hier ein schleimiges Alien, natürlich nistet es sich im Bauch der Heldin ein. Wie Elizabeth Shaw sich dieses ungebetenen Gastes aber entledigt, ist allerdings großartig: Die Szene, in der sie sich selbst per Kaiserschnitt entbindet, ist eine der spektakulärsten im ganzen Film.

,,Wir haben einen Fehler gemach'', meint die von Noomi Rapace gespielte Forscherin Elizabeth Shaw. Doch es ist leider schon zu spät?

Visuell gibt es ohnehin nichts zu meckern: Ridley Scott und sein polnischer Kameramann Dariusz Wolski (Alice im Wunderland, Pirates of the Caribbean) haben brillante 3D-Bilder geschaffen, sehr dunkel und effektvoll. Dem gegenüber steht eine Geschichte, der man den langen Entwicklungsprozess mit all seinen Ideen, aber auch den Kompromissen, deutlich ansieht. Die Figuren sind recht eindimensional geraten, nur Noomi Rapace (die sich allerdings den Vergleich mit Sigourney Weaver gefallen lassen muss) und Michael Fassbender als blondierter Android David bleiben einem im Gedächtnis. David imitiert den Titelhelden aus Lawrence von Arabien und ist dennoch die originellste Figur des Films.

Prometheus: Michael Fassbender

Und so ist Prometheus - Dunkle Zeichen zwar durchaus sehenswert, die hohen Erwartungen der Alien-Fans kann Ridley Scott mit diesem Film aber leider nicht ganz erfüllen. Trotz des philosophischen Überbaus wirkt sein Film inhaltsleer - und am Ende toben die Monster… Dem Publikum in den Ländern, in denen Scotts Rückkehr ins SciFi-Genre schon angelaufen ist, hat das Ganze trotzdem gefallen. Allein in den USA hat der Film 125 Millionen Dollar an der Kinokasse eingespielt – ein beachtliches Ergebnis, das Folgen hat: Das produzierende Studio Twentieth Century Fox kündigte Anfang August 2012 an, dass auf alle Fälle eine Fortsetzung gedreht wird. Die Prometheus darf also noch einmal fliegen; voraussichtlich 2014 oder 2015. Klingt heute noch wie Science Fiction.

Prometheus Filmkritiken

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LOVEFiLM Kritik Prometheus - Dunkle Zeichen

  • 3.5 Sterne von 5  

    Nach Josef Gruebl aus LOVEFiLM

    ...und ewig grüßt das Alien: LOVEFiLM-Kritik zu Ridley Scotts »Prometheus - Dunkle Zeichen«

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Beste Kritik Prometheus - Dunkle Zeichen

  • Bildgewaltiger Ausflug ins Alien-Universum

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach StefKev (102 Kritiken) aus Brühl , 21. Sep 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Eigentlich schien die 'Alien'-Saga spätestens nach dem trashigen Clash mit den Predatoren restlos auserzählt. Insofern war es durchaus mutig von Ridley Scott, dieses Thema noch einmal aufzugreifen und in einen anderen Kontext zu setzen. Leider spielt ihm die Erwartungshaltung des Publikums einen Streich, das von ihm nichts anderes als eine lupenreine Vorgeschichte, eine Art 'Alien Begins' erwartet. Stattdessen war wohl eher ein Spiel mit den bereits bekannten Motiven angedacht, um die Geschichte zu erweitern und etwas Neues zu erzählen. Deshalb dürfte es vielen Fans der Reihe nicht sonderlich gefallen, wie Scott hier seine eigene Schöpfung uminterpretiert und teilweise krampfhaft etwas völlig Anderes darstellt, als weswegen die Leute ursprünglich ins Kino gekommen sind. Dabei ist er es selber schuld: Wiedererkennbare Szenarien, die Helmkamera, ähnliche Handlungsmuster - da die damit verknüpften Erwartungen konstant unterlaufen werden, fragt man sich irgendwann, was der Regisseur uns eigentlich zeigen will. Die Charaktere bleiben beliebig - trotz des teilweise namhaften Casts ist das eine ganz große Schwäche des Films. Auch Noomi Rapace in der Rolle der Dr. Elizabeth Shaw als eine Art Vorläuferin der legendären Ellen Ripley einzuführen, spricht nicht gerade für sonderliche Originalität. Die Dialoge stammen häufig vom Reißbrett, Motivationen sind nicht immer nachvollziehbar. Ein weiterer Schwachpunkt ist der viel zu philosophisch aufgebauschte Überbau der Story, der erst Spannung auf die Beantwortung existenzieller Fragen weckt, nur um dann eine ziemlich plump-banale Auflösung zu erfahren. Zumindest streckenweise gelingt es dem Film durchaus einige Spannung zu erzeugen, wobei das doch sehr lange dauert und dann sehr schnell wieder abebbt. Was den Film sehenswert macht, ist seine Bildgewalt: seine spektakulären Bauten, ein paar tolle Effekte und die erstmals sehr ausführliche Bebilderung der ursprünglich von H. R. Giger kreierten Welt. Das Thema 3D entpuppt sich allerdings durchaus als Krux: Neben einigen wirklich grandiosen Szenen (der Sturm, das Modell des Universums) gibt es dann auch mal eine halbe Stunde nichts Besonderes durch die Brille zu sehen, was unter dem Strich etwas enttäuscht. Auch der Horror ist durchaus sparsam dosiert und findet seinen Höhepunkt in der Geburtsszene, die natürlich auch anders abläuft, als das Publikum denkt. Trotz so vieler kleiner Minuszeichen bleibt unter dem Strich ein sehr sehenswerter, allerdings am besten im Kino genossener Streifen. Es hätte ihm allerdings besser getan, ihn nicht in einen schon so bekannten und aufgeladenen Kontext zu stellen - immerhin: die allerletzte Szene des Films ist dann nun wirklich keine Überraschung mehr.
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Alle Kritiken

(156)
  • Gelungener Erklärungsversuch

    Bewertung - 4.5 Sternen  
    Nach Hansemann (153 Kritiken) aus Münster , 22. Mai 2013
    Wo die Aliens nun wirklich herkommen wurde hier auch nicht letztendlich geklärt, aber man ist schon ein Stück weiter in Richtung 'Vorgeschichte'.Das Ganze ist spannend inszeniert, und mit berauschenden Bildern angereichert. Ein Sci-Fi-Knaller für Fans. Kann man sich auch gerne immer wieder begeistert ansehen. Weiter so !
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  • Fingerübung für Ridley Scott - gähn......

    Bewertung - 1.5 Sternen  
    Nach ein mitglied , 21. Mai 2013
    als großer Fan der Alien-Reihe hatte ich mich über das Prequel sehr gefreut .... und wurde sehr enttäuscht :-( Technisch sicherlich brilliant mit tollen Tricks, aber die Story liess m. E. sehr zu wünschen übrig (da kann ich mir dann auch 2001-Odysee im Weltraum ansehen). Die zweite Hälfte des Films kann ich leider nicht bewerten, da ich eingeschlafen bin. Kurzum, für Fans von technisch anspruchsvoller Science Fiction sicherlich empfehlenswert, für Horror-Freunde durch den hohen Gähn-Faktor eher abzuraten.
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  • Kommt nicht an Alien heran

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 21. Mai 2013
    Der Film ist technisch sicher sehr gut gemacht, aber richtig packen konnte er mich nicht. Es dauert ziemlich lange, bis mal Spannung aufkommt, aber die düstere Stimmung der Alien-Filme kann dieser Film nur ansatzweise vermitteln.
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  • Guter Auftakt zur Alien Saga

    Bewertung - 4.5 Sternen  
    Nach Micha580 (4 Kritiken) , 20. Mai 2013
    Der Film ist absolut klasse und es werden wohl noch drei weitere folgen bis der Anschluss an den ersten Alien Film folgt. Es scheint den meisten Kritikern nicht bekannt zu sein, aber es ist wie bei Start Wars. Dieser Film ist der 'erste' der Alien Reihe und erzählt die Vorgeschichte! Gut gelungen und gut besetzt!
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  • Mittelmäßig und riecht sehr nach den Alien Filmen

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach williwilli (18 Kritiken) aus Lichtenwald , 17. Mai 2013
    Der Film hatte eigentlich ein grossesPotential. Leider ist die story immer mehr zum Abklatsch der Alien Reihe geworden. Liegt wohl an der Alien erfahrenen Regiseurin. Einmal anschauen reicht.
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