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Die Tribute von Panem - The Hunger Games Filmkritik

21. Mär 2012
Bewertung der Filmkritik: 4 von 5 Sternen
Filmkritik von Josef Gruebl , LOVEFiLM
Die Tribute von Panem - The Hunger Games

Noch ist der Kampf um die weibliche Selbstbestimmung nicht verloren. Das beweist die pure Existenz einer starken Frauenfigur wie Katniss Everdeen.

Während junge Frauen im Fernsehen und in Filmen heute süß, sexy und fremdgesteuert zu sein haben, ist die Heldin der Bestsellerverfilmung Die Tribute von Panem – The Hunger Games anders: Die 16-jährige Katniss Everdeen ist mutig, stark, sensibel und aufrichtig. Vor allem aber nimmt sie ihr Schicksal – anders als die ewig herum zickenden TV-Castingshow-Kandidatinnen oder die treudoofen Vampirgeliebten im Kino – selbst in die Hand. Mit Pfeil und Bogen geht sie auf die Jagd, zum Schlafen bindet sie sich in der Krone eines Baumes fest. Das Ganze ist kein Spleen, sondern dient einzig und allein ihrem Überleben.

Der Film beruht auf dem gleichnamigen ersten Band der Buchtrilogie von Suzanne Collins, Regisseur Gary Ross hat ihn aufwändig fürs Kino umgesetzt. Die Geschichte spielt in einer postapokalyptischen Zukunft; das Erschreckende daran ist, dass es dort nicht besser aussieht als heute. Im Gegenteil: Der Staat Panem ist das Nordamerika der Zukunft. Die Menschen leben nach mehreren Naturkatastrophen und einem Bürgerkrieg in einfachen Hütten, ihr Lebensstandard ist alles andere als hoch. Nur im Regierungsviertel von Panem, dem diktatorischen Kapitol, ist alles anders: Dort sind die Menschen reich, tragen schrille Klamotten und noch schrillere Frisuren. Sie wollen sich amüsieren.

So finden alljährlich die sogenannten „Hunger Games“ statt: Jeder der zwölf Distrikte von Panem schickt ein Mädchen und einen Jungen im Alter zwischen zwölf und achtzehn Jahren ins Kapitol, wo sie in einer Art Gladiatorenkampf gegeneinander antreten. Das Ganze wird selbstverständlich im Fernsehen übertragen, Sponsorenverträge und überdrehte Moderatoren inklusive. Wer hier an seelenlose Castingshows á la „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germanys next Topmodel“ denkt, liegt gar nicht mal so falsch, die Manipulationsmacht der Medien ist fester Bestandteil in Suzanne Collins‘ Büchern. Regisseur Gary Ross, der mit seiner tollen TV-Satire Pleasantville bereits Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hat, setzt das Ganze treffend um.

Die Tribute von Panem - The Hunger Games

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die eingangs erwähnte Katniss Everdeen. Diese wird gespielt von Jennifer Lawrence, die letztes Jahr für ihre atemberaubende Leistung in Winter’s Bone für einen Oscar nominiert war. Auch hier hinterlässt sie einen starken Eindruck: Nach dem Tod des Vaters versorgt sie die Familie. Als ihre jüngere Schwester Primrose (Willow Shields) für die „Hunger Games“ ausgelost wird, meldet sich Katniss in ihrer Verzweiflung als Freiwillige. Gemeinsam mit dem Bäckerssohn Peeta (Josh Hutcherson, der aktuell auch in Die Reise zur geheimnisvollen Insel zu sehen ist) nimmt sie an den todbringenden Spielen teil. Um die Sympathie der Zuschauer zu gewinnen, geben die beiden vor, ein Liebespaar zu sein...

Die Menschen sollen dich in Erinnerung behalten, meint Katniss Trainer - und schickt sie in den Kampf.

Doch da wäre noch Katniss‘ bester Freund Gale: Der wird gespielt von Liam Hemsworth (dem jüngeren Bruder von Chris Hemsworth alias Thor), ist ungefähr zwei Köpfe größer als Peeta und auch um einiges attraktiver… Das führt natürlich zu Gefühlsverwirrungen, eine Frau zwischen zwei Männern ist im Kino ja derzeit eher die Regel als die Ausnahme. Das junge Hauptdarsteller-Trio wird flankiert von einem exquisiten Starensemble: Donald Sutherland spielt den Präsidenten von Panem, Woody Harrelson gibt den trinkfesten Trainer der Kids. Stanley Tucci, im echten Leben mit sparsamem Kopfhaarwuchs ausgestattet, darf als TV-Moderator eine neonfarbene Perücke tragen, während Lenny Kravitz als Modeberater in Erscheinung tritt.

Natürlich ist der Film ein auf ein großes Publikum zugeschnittenes Produkt: Die Story ist einfach strukturiert, trotz des blutigen Sujets geht es nicht übermäßig brutal zu. Schließlich soll das Ganze ja jugendfrei bleiben. Und an Teil 2 und 3 wird selbstverständlich auch schon gearbeitet. Wenn sie die Qualität des ersten Films halten können, ist dagegen nichts einzuwenden. Die Tribute von Panem ist eine starke Geschichte über Hunger und Krieg, über Opferbereitschaft und Liebe. Die visuelle Umsetzung ist eher konventionell, der Soundtrack (mit Songs von Arcade Fire, Maroon 5 oder Taylor Swift) dagegen exquisit. „Ab jetzt musst du ihnen zeigen, was du gelernt hast“, meint Woody Harrelson einmal, „sie sollen dich in Erinnerung behalten.“ Bei einer so starken jungen Frau wie Katniss dürfte das kein Problem sein.

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Die Tribute von Panem - The Hunger Games Filmkritiken

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LOVEFiLM Kritik Die Tribute von Panem - The Hunger Games

  • 4 Sterne von 5  

    Nach Josef Gruebl aus LOVEFiLM

    LOVEFiLM-Kritik zu »Die Tribute von Panem - The Hunger Games«

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Beste Kritik Die Tribute von Panem - The Hunger Games

  • Super Story, Super Umsetzung, nur die Kamera....

    Bewertung - 4.5 Sternen  
    Nach LouMar (1 Kritik) , 24. Mär 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Eine super Story, packend bis zur letzten Minute.

    Der Film ist auf eine subtile Art zeitweise ziemlich bedrückend, da das Denken und die Macht der Spielemacher sehr gut rüber kommt. Die Story ist sehr gut, hat einige spannende Wendungen und ein sehr gutes Ende.

    Das einzig negative war für mich die Kameraführung. Viele Szenen wurden absichltlich 'wackelig' gefilmt, ich hätte mir an vielen Stellen gewünscht, dass die Kamera einfach mal ruhig gehalten wird. Besonders beim finalen Kampf waren mir die Kampfzenen viel zu kurz, bzw. schnell geschnitten, man kaum die Charaktere erkannt.

    Anmerkung: Ich habe die Buchvorlage nicht gelesen!!
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Alle Kritiken

(359)
  • Und alle jubeln

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 18. Mai 2013
    Und alle jubeln, jedes Jahr wieder. Der Mensch ist grausam, früher bei den Gladiatoren haben auch alle gejubelt. Hoffentlich bleibt sowas nur Fiktion. Sehr berührend. Das Ende ahnt man allerdings schon zu Anfang.
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  • Nichts für 12-Jährige!

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 16. Mai 2013
    Spannend und schockierend. An die Altersfreigabe sollte man sich allerdings nicht halten. Ein Film, in dem sich Kinder und Jugendliche gegenseitig umbringen ist nichts für 12-Jährige!
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  • Super Film&Mitreißende Geschichte!

    Bewertung - 4.5 Sternen  
    Nach ein mitglied , 16. Mai 2013
    Der Film ist sehr gut gelungen die charakter der Personen sehr gut getroffen und die Unterschiede zwischen Kapitol und Den Distrikten sind sehr gut hervorgehoben worden. Allerdings würde ich persönlich diesen Film niemandem empfelen der das Buch nicht kennt dafür ist einfach zu wenig erklärt worden kennt man aber jedoch den Film...GROßARTIG!!!
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  • Spannender Film

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 14. Mai 2013
    Mir hat der Film gut gefallen. Wenn man das Buch gelesen hat ist der Film bestimmt leichter zu verstehen. Hat mich trotzdem sehr gut unterhalten.
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  • gute Grundidee - zum Schluss eher lau

    Bewertung - 3.5 Sternen  
    Nach Kasihasi (9 Kritiken) , 13. Mai 2013
    Die Grundidee finde ich sehr interessant - und so verläuft auch die erste Hälfte des Films: ich war sehr gespannt, wie die HungerGames tatsächlich ablaufen. Die zweite Hälfte des Films blieb dann aber doch weit hinter meinen Erwartungen zurück. Mir fehlte das Große, Bombastische - ich hätte mir ein Finale in einer wirklichen Arena - vor tausenden von Zuschauern gewünscht. Unterhaltung war trotzdem gewährleistet - ärgerlich nur die Schluss-Kampf-Szene: bei fast vollständiger Dunkelheit konnte ich nur wenig erkennen!
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