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Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1 Filmkritik

14. Mär 2012
Bewertung der Filmkritik: 2 von 5 Sternen
Filmkritik von Josef Gruebl , LOVEFiLM
Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1

Weil Stephenie Meyers vierteilige Twilight-Reihe zwar sehr erfolgreich, aber leider irgendwann auch zu Ende war, hatte man in Hollywood eine Idee.

Wieso nicht das letzte, ohnehin achthundert Seiten starke Buch der Reihe in zwei Filme aufteilen? Das hat schon beim Finale der Potter-Serie (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes) prima funktioniert und sollte auch bei Bella und ihrem Beißer Edward klappen. Egal, ob man das nun als Geldmacherei verteufelt oder sich über eine besonders werkgetreue Umsetzung von Meyers‘ Buchvorlage freut: Das Publikum bekommt Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht auf alle Fälle in der X-Large-Version zu sehen. Teil 1 gibt es jetzt auf DVD und Blu-ray, Teil 2 kommt im November 2012 in die Kinos.

Was sie dann erwartet, wissen die lesenden Twilight-Jüngerinnen natürlich schon lange; für alle anderen hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung des vierten Buchs: Gleich zu Beginn geben sich die brave Highschool-Schönheit Bella (Kristen Stewart) und ihr über hundertjähriger Vampir Edward (Robert Pattinson) endlich das Ja-Wort. Werwolf Jacob (Taylor Lautner) ist eifersüchtig, die Hochzeitszeremonie auf einer Waldlichtung läuft aber ohne größere Komplikationen ab. Diese treten erst in den brasilianischen Flitterwochen ein: Auch wenn die Kamera es nicht wirklich zeigt, verläuft die Hochzeitsnacht so leidenschaftlich, dass das Massivholzbett einstürzt und Bella Blutergüsse davonträgt (was wiederum schon gezeigt wird).

Auch an das Thema Verhütung denken die beiden Turteltäubchen offensichtlich nicht, denn schon nach wenigen Tagen nimmt das Unheil seinen Lauf: Bella ist schwanger! Mit einem Vampirbaby, das den zierlichen Körper der jungen Mutter regelrecht aussaugt. Da helfen auch keine Blut-Shakes mehr: Bella ist in Lebensgefahr, währenddessen entbrennt unter den konkurrierenden Vampirclans ein bitterer Kampf um die noch ungeborene Leibesfrucht… War die Twilight-Saga bislang vor allem für ihre puritanische Scheu vor dem Austausch von Körperflüssigkeiten bekannt, hört sich das große Finale beinahe orgiastisch an. Doch keine Angst: Es geht genauso bieder und blutleer zu wie in den drei Filmen zuvor.

Taylor Lautner











Das „Twilight“-Universum war aber immer schon eine Angelegenheit für Fans. Und davon gibt es jede Menge: Allein in Deutschland wurden über vierzehn Millionen Kinotickets verkauft, weltweit spülten die ersten vier Filme mehr als 2,5 Milliarden Dollar in die Kinokassen. Die zumeist weibliche Anhängerschaft identifiziert sich mit ihrem Idol Bella und diskutiert im Netz jedes noch so kleine Filmdetail: Die Raffung ihres Brautkleides, das blasse Antlitz ihres Lovers, den Namen ihres Babys… Weniger romantisch gesinnte Zeitgenossen machen sich dagegen über die keuschen Moralvorschriften der Mormonin Stephenie Meyers lustig. Auch über die verhältnismäßig schlechten Effekte in den Filmen und die unsäglich platten Dialoge wurde ausgiebig gelästert.

Wir sehen uns vorm Altar, meint Bella zu Edward. Ich bin die im weißen Kleid.

Dabei liegt das eigentliche Problem ganz woanders: Die Autorin ist viel zu konfliktscheu, um ihre Blutsauger-Story spannend weiter zu erzählen. Beispielsweise gesteht Edward in der Nacht vor der Hochzeit der Braut seine mörderische Vergangenheit: Er hat sich nicht immer politisch korrekt von Tierblut ernährt! Ein schönes Thema für eine voreheliche Krise, doch Stephenie Meyers hat auch hierfür eine moralisch vertretbare Erklärung parat. Auf diese Weise werden Konflikte einfach weggebusselt, zwischendurch darf sich das junge Glück am Strand anschmachten. Und als es dann endlich zum Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen kommt, ist dieser so konfus inszeniert, dass man nie so recht weiß, wer hier gegen wen kämpft.

Um noch einmal zu den eingangs erwähnten Harry Potter-Filmen zurück zu kommen: Auch diese richteten sich vornehmlich an die Fans der Bücher, das große Finale war aber ganz großes Kino – eines der absoluten Highlights des vergangenen Filmjahres. Davon ist man bei der Twilight-Saga leider weit entfernt: Regisseur Bill Condon macht es bei Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht – Teil 1 im Vergleich zwar etwas besser als sein Vorgänger David Slade, der den dritten Film der Reihe (Eclipse – Biss zum Abendrot) unfreiwillig komisch inszenierte, aber auch er leidet unter der Eindimensionalität der Vorlage. Regisseur Condon (bekannt für Dreamgirls und Kinsey) drehte Teil 1 und 2 auf einmal, vielleicht kann er sich bei Breaking Dawn – Biss zum Ende der Nacht – Teil 2 noch steigern. Das Beste kommt ja bekanntlich immer erst zum Schluss...

Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1 Filmkritiken

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LOVEFiLM Kritik Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1

  • 2 Sterne von 5  

    Nach Josef Gruebl aus LOVEFiLM

    LOVEFiLM-Kritik zu »Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht ? Teil 1«

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Beste Kritik Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 1

  • Vorsicht! Man könnte vor langweile sterben :-)

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach vincentvanhell (44 Kritiken) aus Hellstr.666 , Cologne , 29. Apr 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Ich bin ja Fan von den Twilight Filmen, aber dieser Teil war wirklich mies. Die ersten 70 Minuten waren die schlimmsten, aber dann wurde der Film besser und auch etwas spannender. Die ganze Anfang nur Hochzeit und Flitterwochen! Es war schlimmer wie ein echtes Hochzeits bzw. Urlaubsvideo.

    Man muss wirklich schon Hardcore Fan sein um den Teil zu mögen.
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Alle Kritiken

(114)
  • Buchverfilmung gut gelöst ...

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 19. Jun 2013
    ... sicher Bücher bleiben immer Bücher und doch sind sowohl der 1. als auch der 2. Teil gut umgesetzt worden. Ich hasse nichts mehr, wie wenn die Filmdrehbücher den Kontext verändern, indem man wichtige Szenen raus lässt oder einfach komplett verändert.
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  • Enttäuschend auf ganzer Linie

    Bewertung - 1.5 Sternen  
    Nach Kevin052 (8 Kritiken) , 12. Jun 2013
    Twilight breaking dawn Teil 1 ist langweilig und kommt nicht so richtig in Fahrt. Wenn man nicht gerade ein Twilight-Hardcore-Fan ist, sollte man sich das Aussleihen oder einen eventuellen Kauf sparen!
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  • Gelungene Tansformierung realer kleinbürgerlicher Beziehungsproblematiken in die mystische Welt

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach Inhaltskritiker (4 Kritiken) , 06. Jun 2013
    Der Film ist kurzweilig und spannend. Er erzeugt Spannungsbögen ohne blutrünstige Gemetzel wie in 'Vampire Diaries'. Wem die Gewaltarmut zu 'langwierig' ist, der sollte sich psychiatrisch beraten lassen. Der Film erzeugt intelligente Allegorien auf das menschliche Zusammenleben durch Verlagerung entsprechender Probleme in die mystische Vampir- und Werwolf-Welt und spricht damit viele Jugendliche eher als Verhaltenspredigten an. Ob es allerdings klug ist, im Film auszusagen, dass eine Geburtsentscheidung trotz sicheren bevorstehenden Todes der Mutter einer Abtreibung vorzuziehen ist, bezweifele ich angesichts der tatsächlich unmöglichen 'Umwandlung'. Hoffentlich vermischen sich hier nicht in schlichten Gemütern Mystik und Wirklichkeit!
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  • zu wenig action

    Bewertung - 2.5 Sternen  
    Nach ein mitglied , 03. Jun 2013
    Film war wie jeder schon sagt etwas langwierig was die Hochzeit angeht aber doch noch in Ordnung. Hier für wird man beim 2. Teil dementsprechend belohnt.
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  • für twilight-fans ein muss

    Bewertung - 3.5 Sternen  
    Nach ein mitglied , 26. Mai 2013
    an sich guter film, nur etwas langwierig. man hätte das 4. buch nicht in zwei teilen rausbringen müssen. bücher wie immer besser wie der film
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