Die 20 besten Filme im Mai 2012

Auslaufmodell 2.0

WarGames 2 - The Dead Code Kritik

Bewertung - 2.5 Sternen

Von: StefKev aus Brühl Avatar Bild

  • 0
  • 0

WarGames 2 - The Dead Code

Regisseur Stuart Gillard
Genres Thriller
Laufzeit 96 Minuten Altersfreigabe 12

9. Februar 2011

Im ersten Teil ging es noch um einen pfiffigen Hacker, der sich in geheimste Regierungsseiten mogelt und fast den dritten Weltkrieg auslöst, weil das, was er für ein spannendes Spiel hält, in Wirklichkeit bitterer Ernst ist. Diese nach 25 Jahren doch sehr späte Fortsetzung variiert das Thema gar nicht so großartig, setzt allerdings die Schwerpunkte anders: Hacken und Spielen sind offenbar kein Problem mehr und eher Nebenaspekt. Stattdessen geht es um ein nahezu allmächtiges Computersystem namens Ripley, das Amok läuft. Einige Aspekte der Story sind schon ziemlich hanebüchen: Ein simples Online-Ballerspiel als Rasterfahndung für potentielle Terroristen? Ein Computerprogramm, das wahllos Informationen zu immer neuen Drohpotenzialen zusammenfügt und unkontrolliert Gegenmaßnahmen einleitet? Man darf sich auch etwas wundern, dass der hier als vermeintliches Computer-Wunderkind vorgestellte Will gar nicht mal über so übermäßige Fähigkeiten verfügt, sondern sich mehr schlecht als recht durchmogelt, was bloß niemand zu merken scheint. Ein netter Zug ist, dass das Vorgänger-Computersystem Joshua auch in der Fortsetzung wieder auftaucht und sogar eine zentrale Rolle spielt. Plausibel ist das aber alles nicht. Eigentlich wird einem erst durch die Fortsetzung bewusst, wie unglaublich naiv der Originalfilm war, was allerdings in der Drohkulisse des Kalten Krieges noch ganz anders wirkte. Nach heutigen Maßstäben ist dies leider nur einer von vielen Teenager-Filmen und einer, der ohne die Vorgeschichte auch nicht besonders gut wirkt, sondern mit einem ziemlich hohlen und unausgegorenen Drehbuch langweilt.

Über den Kritiker: StefKev

Geliehene Titel: 88

Lieblingsschauspieler: Bruce Willis

Lieblingsregisseur: Steven Spielberg