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Tears of the Black Tiger Kritik
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19. Juli 2008
Das Kino Thailands ist ja im Gegensatz zu dem Japans oder Koreas noch nicht richtig im Westen angekommen, daher hat dieser Film durchaus noch Exoten-Status. Der Zuschauer wird allerdings schnell merken, dass er die hier verarbeiteten Elemente alle schon irgendwo gesehen hat, vor allem kommen einem hier italienische Western und Bollywoodfilme (vor allem beim Betrachten der Liebesszenen und der Musical-Einlagen sowie ganz allgemein in Bezug auf den Soundtrack) in den Sinn. Etwas befremdlich wirkt, dass viele der Szenen vor gemalten Kulissen gedreht wurden, was machmal das Gefühl aufkommen lässt, eine Theater-Aufzeichnung (dazu passt in einigen dieser Szenen auch das Spiel der Darsteller) zu sehen. Eine weitere Parallele zu zumindest einigen Bollywood-Filmen ist der Farbreichtum, der machmal schon psychedelische Ausmaße annimmt. Die Handlung des Films wirkt auf en ersten Blick etwas unübersichtlich, ist aber, sobald man sich zurecht gefunden hat, gut zu verfolgen.
Auch wenn der Film manchmal mit zu viel Zutaten daher kommt, könnte er für Leute, die jenseits des immer noch präsenten Asien-Grusel-Hypes Interesse für etwas abgedrehtere Produktionen aufbringen, durchaus interessant sein (nicht zuletzt auch aufgrund der wie immer schönen REM-Aufmachung), mir persönlich war's einfach etwas zuviel.

