Unterschätzter Genrebeitrag
Screamers - Tödliche Schreie Kritik
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- 3
18. Juli 2009
Von allen mir bekannten Philip K. Dick-Verfilmungen ('Blade Runner', Total Recall', 'Minority Report') hält 'Screamers' sich am engsten an die literarische Vorlage. Bis hin zu einem unzeitgemäßen Laster: Wie in der fünfzig Jahre alten Story, so schloten die Protagonisten auch im Film häufig Zigaretten, was schon in einem Gegenwartsfilm antiquiert wirken würde, in einem Zukunftsszenario aber erst recht als Anachronismus auffällt. Manchmal werden auch rote Glimmsstängel gepafft, deren Qualm die radioaktive Kontamination der Lungen neutralisieren soll Rauchen ist gesund! Vielleicht wurde der Streifen ja von der Tabakindustrie gesponsort?
Den Filmemachern ist es gelungen, aus einer erstklassigen, aber immerhin über ein halbes Jahrhundert alten Kurzgeschichte ein modernes, sehenswertes SF-B-Movie zu machen, das als Adaption der literarischen Vorlage ebenso überzeugt wie als eigenständiger Science-Fiction-Film. Das liegt eines Teils daran, dass das zugrunde liegende literarische Frühwerk Dicks eine spannende, intelligente, handlungsreiche Vorlage mit überraschenden Wendungen liefert, die sich hervorragend zur Verfilmung eignet, zum anderen Teil aber auch an den grundsoliden FX, der kompetenten Regie und den guten Darstellern.
Ein guter, zu Unrecht unterschätzter Genrebeitrag!

