Ein Remake, auf das man verzichten kann!
Planet der Affen Kritik
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23. Juli 2008
'Ihr habt es tatsächlich getan !! Ihr Wahnsinnigen, ich verfluche euch!!'
Ich habe ja schon nicht sehr viel erwartet von einem Remake vom Planet der Affen. Aber irgendwie hätte ich ja schon erwartet, dass es sich zumindest grob an die Vorlage hält. Tut es aber nicht.
Irgendjemand muss sich hier gedacht haben 'Au ja! Affen als Herrscher der Erde, eine degenerierte Menschheit, ein Superheld aus dem Weltraum und ne tolle Zeitreise, war erfolgreich, wird erfolgreich, braucht man nicht weiter drüber nachzudenken.'
Hätte diese Person nur lieber doch ein paar Gedanken an die Metaebene des Originals verschwendet, hätte er doch nur einen intelligenten Drehbuchschreiber beauftragt, nicht nur den schönen Weltraumhelden, sondern eben auch die beißende Zivilisationskritik mit in die Gegenwart zu transportieren! Aber nein, wieder mal waren Computergrafik und Hochglanzoptik wichtiger als das Niveau. Dabei hätte doch gerade der Aspekt des Konfliktes zwischen Wissenschaft, Religion und Politik heute durchaus eine spannende Story hergegeben.
Wirklich, ich kann auch damit leben, dass ein Remake seine eigenen Akzente setzt, das finde ich sogar besser, als sich sklavisch an die Vorlage zu halten. Aber dieser Film setzt überhaupt keine Akzente, er brabbelt nur hirnlos nach wie ein lobotomisierter Papagei. Deshalb gibts die zwei Sterne auch nicht nur für das schlechte Remake (dafür hätte ich eine 'null' gegeben), sondern für den auch unabhängig betrachtet schlechten Film, der jede Logik und Spannung in den Wind schießt, um auf Biegen und Brechen eine doofe Lovestory und eine sülzetriefende Heldenschnulze einzubauen. Wer letztere zwei Aspekte natürlich als das Alpha und Omega eines Filmes betrachtet und auch sonst keinen Wert auf irgendwelchen Wert legt, darf sich gerne ne tüte Popcorn poppen und mal wieder die Birne vollknallen. Dafür ist der Film dann doch noch brauchbar und dafür kriegt er von mir die zwei Sterne.

