Operation Ganymed Details
| Format: | FSK: 12 DVD |
|---|---|
| Darsteller: | Horst Frank, Dieter Laser, Jürgen Prochnow, Uwe Friedrichsen, Wolf Mittler, Claus Theo Gärtner, Vicky Roskilly |
| Regisseur: | Rainer Erler |
| Genre: | Science Fiction und Fantasy - Science Fiction |
| Studio: | EuroVideo |
| Originaltitel | Operation Ganymed |
| Titel | Discs | |
|---|---|---|
Operation Ganymed |
12 Hauptfilm |
DVD Details
| Laufzeit: | 1 Stunde 58 Minuten |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 17. Feb 2005 |
| Sprache: | Deutsch |
Beste Kritik
Mitgliederkritik
Nach ein mitglied aus DE , 19. Jul 2008[Hoch bewerteter Kritikenschreiber]
Ich kann mich den bisherigen Rezensenten nur anschließen, was die ausgeprochen lieblose Umsetzung von "Operation Ganymed" auf DVD betrifft, die wieder einmal auf negative Weise eindrucksvoll zeigt, mit welcher Geringschätzung deutsche Filme oftmals in ihrer Heimat behandelt werden. Würde es sich bei diesem Meisterwerk um eine amerikanische Produktion handeln, so hätten die Verantwortlichen sich bestimmt bemüht, wenigstens den untersten DVD-Standard zu erreichen, was die Farben, den Ton und das Zusatzmaterial betrifft. Mit Hilfe der modernen Technik sollte das heutzutage kein Problem mehr darstellen, und auch der finanzielle Aufwand dürfte sich dabei in Grenzen halten. Was den Fans hingegen bei dieser Veröffentlichung zugemutet wird, bewegt sich gefährlich nah am Rand des Unerträglichen. Umso mehr spricht es für die unbestreitbaren Qualitäten von "Operation Ganymed", dass der Film trotz der miserablen Qualität aufgrund seiner Handlung und der exzellenten Darsteller noch immer sehenswert ist.
Nachdem die fünf Überlebenden der Expedition zum Jupitermond Ganymed trotz aller Widrigkeiten und Hindernisse den langen Heimflug zur Erde überstanden haben, warten sie vergeblich auf den ersehnten Orbiter, der sie endgültig nach Hause bringen soll. Was die Männer nicht wissen können: Als vor Jahren der Kontakt zu den drei Schiffen mit ihrer insgesamt 21-köpfigen Besatzung abriss, galt das Projekt auf der Erde offiziell als gescheitert. Die Astronauten wurden für tot erklärt, und sämtliche Gelder für die Raumfahrt eingefroren.
Die Notrufe von "Ganymed 2" bleiben daher unbeantwortet, und angesichts des schwindenden Sauerstoff- und Energievorrats beschliesst der Kommandant die riskante Landung auf der Erde. Das gefährliche Manöver gelingt, doch nun sehen sich die Astronauten einer menschenleeren, kargen und lebensfeindlichen Wüste gegenüber.
Ein qualvoller Kampf ums Überleben beginnt, und was die jahrelange Odyssee durch das Sonnensystem nicht vermochte, erledigt der Marsch durch die unwirtliche Einöde. Die Gruppe zerfällt zunehmend und wird dadurch immer schwächer. Ein halb vom Sand verwehtes Skelett, eine verlassene Siedlung, deren einziger Brunnen nur verfaultes Wasser enthält, und ein verwittertes Flugzeugwrack nähren den Verdacht der Männer, dass ein Atomkrieg alles Leben auf der Erde ausgelöscht hat und sie nun die letzten Menschen sind...
Obwohl mit geringen Mitteln gedreht, überzeugt Rainer Erlers "Operation Ganymed" als Science-fiction-Film ebenso wie als psychologisches Survival-Drama in allen Belangen. Sowohl die Kulissen und die Ausstattung als auch die Spezial-Effekte sind für eine deutsche TV-Produktion absolut zufriedenstellend ausgefallen, stehen aber keineswegs im Mittelpunkt der spannenden und realistischen Handlung. Die immer wieder gern zitierten Ähnlichkeiten mit dem (hervorragenden) amerikanischen Thriller "Capricorn One" (dt. "Unternehmen Capricorn") beschränken sich dabei auf das Motiv der Astronauten, die verzweifelt versuchen, in der Wüste zu überleben. Ansonsten handelt es sich um zwei eigenständige Werke mit völlig unterschiedlichen Aussagen.
Die Schauspieler Horst Frank, Dieter Laser, Claus-Theo Gärtner und Uwe Friedrichsen waren bereits 1977 innerhalb Deutschlands sehr bekannt, und Jürgen Prochnow wurde einige Jahre später mit "Das Boot" auch international berühmt. Sie verkörpern die unterschiedlichen Charaktere und deren Wandlungen absolut glaubwürdig, wodurch selbst drastische Szenen nie zum reinen Selbstzweck geraten, sondern stets im Rahmen der Geschichte nachvollziehbar bleiben.
Rainer Erler, der schon mit dem Thriller "Fleisch" und anderen düsteren Zukunftsvisionen für Aufsehen sorgte, schuf mit "Operation Ganymed" eine beklemmende Studie über das menschliche Verhalten in einer Extremsituation und einen intelligenten Beitrag zum Thema Raumfahrt. Ein besonderes Lob gebührt zudem der Musik von Eugen Thomass, die mit dem hymnenartigen Leitmotiv immer wieder auf beinahe zynische Weise den heroischen Patriotismus der letztlich fehlgeschlagenen Mission kommentiert.
Es bleibt zu hoffen, dass sich eines Tages jemand mit mehr Fingerspitzengefühl dieses grossartigen Films annimmt und ihm verdientermassen eine bessere Behandlung zukommen lässt.- War diese Mitgliederkritik hilfreich?
- (4) Ja |
- Nein (1)
Alle Kritiken
(2)Klasse Film Made in Germany
Nach magnuscarolus (72 Kritiken) aus Garmisch-Partenkirchen , 17. Okt 2011Ich halte es für richtig, die Originalaufnahme so zu belassen, wie sie seinerzeit gedreht wurde, das technische Equipment in der Raumkapsel entspricht ja wohl auch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Ist eben eine TV-Produktion aus den 70er Jahren. Warum sollte man daran herum manipulieren?
Wesentlich wichtiger ist die Geschichte, die der Film erzählt. Diese ist spannend, unterhaltsam und wird von ebenso guten Darstellern in Szene gesetzt.
Eine ausgezeichnete Produktion von Anfang bis Ende.
Anmerkung an bestimmte Kritikerkollegen: Bitte nicht so viel bei Wikipedia abkupfern!- War diese Mitgliederkritik hilfreich?
- (0) Ja |
- Nein (0)
Mitgliederkritik
Nach ein mitglied aus DE , 19. Jul 2008Ich kann mich den bisherigen Rezensenten nur anschließen, was die ausgeprochen lieblose Umsetzung von "Operation Ganymed" auf DVD betrifft, die wieder einmal auf negative Weise eindrucksvoll zeigt, mit welcher Geringschätzung deutsche Filme oftmals in ihrer Heimat behandelt werden. Würde es sich bei diesem Meisterwerk um eine amerikanische Produktion handeln, so hätten die Verantwortlichen sich bestimmt bemüht, wenigstens den untersten DVD-Standard zu erreichen, was die Farben, den Ton und das Zusatzmaterial betrifft. Mit Hilfe der modernen Technik sollte das heutzutage kein Problem mehr darstellen, und auch der finanzielle Aufwand dürfte sich dabei in Grenzen halten. Was den Fans hingegen bei dieser Veröffentlichung zugemutet wird, bewegt sich gefährlich nah am Rand des Unerträglichen. Umso mehr spricht es für die unbestreitbaren Qualitäten von "Operation Ganymed", dass der Film trotz der miserablen Qualität aufgrund seiner Handlung und der exzellenten Darsteller noch immer sehenswert ist.
Nachdem die fünf Überlebenden der Expedition zum Jupitermond Ganymed trotz aller Widrigkeiten und Hindernisse den langen Heimflug zur Erde überstanden haben, warten sie vergeblich auf den ersehnten Orbiter, der sie endgültig nach Hause bringen soll. Was die Männer nicht wissen können: Als vor Jahren der Kontakt zu den drei Schiffen mit ihrer insgesamt 21-köpfigen Besatzung abriss, galt das Projekt auf der Erde offiziell als gescheitert. Die Astronauten wurden für tot erklärt, und sämtliche Gelder für die Raumfahrt eingefroren.
Die Notrufe von "Ganymed 2" bleiben daher unbeantwortet, und angesichts des schwindenden Sauerstoff- und Energievorrats beschliesst der Kommandant die riskante Landung auf der Erde. Das gefährliche Manöver gelingt, doch nun sehen sich die Astronauten einer menschenleeren, kargen und lebensfeindlichen Wüste gegenüber.
Ein qualvoller Kampf ums Überleben beginnt, und was die jahrelange Odyssee durch das Sonnensystem nicht vermochte, erledigt der Marsch durch die unwirtliche Einöde. Die Gruppe zerfällt zunehmend und wird dadurch immer schwächer. Ein halb vom Sand verwehtes Skelett, eine verlassene Siedlung, deren einziger Brunnen nur verfaultes Wasser enthält, und ein verwittertes Flugzeugwrack nähren den Verdacht der Männer, dass ein Atomkrieg alles Leben auf der Erde ausgelöscht hat und sie nun die letzten Menschen sind...
Obwohl mit geringen Mitteln gedreht, überzeugt Rainer Erlers "Operation Ganymed" als Science-fiction-Film ebenso wie als psychologisches Survival-Drama in allen Belangen. Sowohl die Kulissen und die Ausstattung als auch die Spezial-Effekte sind für eine deutsche TV-Produktion absolut zufriedenstellend ausgefallen, stehen aber keineswegs im Mittelpunkt der spannenden und realistischen Handlung. Die immer wieder gern zitierten Ähnlichkeiten mit dem (hervorragenden) amerikanischen Thriller "Capricorn One" (dt. "Unternehmen Capricorn") beschränken sich dabei auf das Motiv der Astronauten, die verzweifelt versuchen, in der Wüste zu überleben. Ansonsten handelt es sich um zwei eigenständige Werke mit völlig unterschiedlichen Aussagen.
Die Schauspieler Horst Frank, Dieter Laser, Claus-Theo Gärtner und Uwe Friedrichsen waren bereits 1977 innerhalb Deutschlands sehr bekannt, und Jürgen Prochnow wurde einige Jahre später mit "Das Boot" auch international berühmt. Sie verkörpern die unterschiedlichen Charaktere und deren Wandlungen absolut glaubwürdig, wodurch selbst drastische Szenen nie zum reinen Selbstzweck geraten, sondern stets im Rahmen der Geschichte nachvollziehbar bleiben.
Rainer Erler, der schon mit dem Thriller "Fleisch" und anderen düsteren Zukunftsvisionen für Aufsehen sorgte, schuf mit "Operation Ganymed" eine beklemmende Studie über das menschliche Verhalten in einer Extremsituation und einen intelligenten Beitrag zum Thema Raumfahrt. Ein besonderes Lob gebührt zudem der Musik von Eugen Thomass, die mit dem hymnenartigen Leitmotiv immer wieder auf beinahe zynische Weise den heroischen Patriotismus der letztlich fehlgeschlagenen Mission kommentiert.
Es bleibt zu hoffen, dass sich eines Tages jemand mit mehr Fingerspitzengefühl dieses grossartigen Films annimmt und ihm verdientermassen eine bessere Behandlung zukommen lässt.- War diese Mitgliederkritik hilfreich?
- (4) Ja |
- Nein (1)
- < Vorherige
- 1
- Nächste >