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Oldboy Kritik
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19. Juli 2008
Es war drei Uhr nachts oder so, ich lag in der Poofe und die Glotze lief so nebenher, da fing mitten in der Nacht auf dem ZDF (typisch öffentlich rechtliche....) ein asiatischer Film an. Naja, lässte mal an. Videotext, "OldBoy", noch nie gehört. Timer angemacht und mich auf mein baldiges Wegdösen eingestellt.
Pustekuchen.
Es war nach fünf und ich war stinkemüde, als mich "OldBoy" endlich wieder aus seinen Fesseln ließ. Bereits nach zehn Minuten kann man unmöglich abschalten, der klaustrophobische Anfang hat eine Sogwirkung. Und auch als das Kapitel "gefangen" zuende war, einschlafen war unmöglich.
Der Film spielt auf hervorragende Weise mit menschlichen Urängsten. Isolation, Schmerz, Wahnsinn, Verlust. Und so entfaltet "OldBoy" sein Bouquet und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf.
Brutal, farblos, erschütternd.
Die Inszenierung ist herausragend, Regisseur Park Chan-Wook zieht alle Register um "Oldboy" zu einem optischen Leckerbissen zu machen. Und mit seinen Darstellern, allen voran natürlich der umwerfende Choi Min-sik in der Rolle des Oh Dae-Su. Wow, hammer Performance.
Ich weiß nicht, warum der Film nicht für den Auslands-Oscar nominiert wurde, auf jeden Fall wüsste ich kaum einen Film, der es mehr verdient hätte, die Trophäe einzuheimsen.
"OldBoy" ist ein Meisterwerk.

