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Mathilde - Eine große Liebe - Hauptfilm Kritik
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19. Juli 2008
Der Film lebt von starken Kontrasten: immer wieder wird zwischen grauen Schützengrabenszenen aus dem 1. Weltkrieg und sommerlich warmen Szenen französischen Landlebens (nach dem 1. Weltkrieg) hin und her gesprungen. Die brutalen Kriegsszenen sind vermutlich relativ realistisch dargestellt, aber meiner Meinung nach unnötig ausführlich. Für mich ist der Film in erster Linie ein Kriegsfilm. In zweiter Linie ist er ein skurriler Detektivfilm und hat in dieser Hinsicht ebenfalls einige brutale Szenen. Würden Sie einem 12-Jährigen zeigen, wie ein Mann (zugegebenermaßen ein Bösewicht) nackt an ein Bett gefesselt von Splittern eines schweren Spiegels durchbohrt wird? Das Ansetzen einer Giftspritze am Hals als Drohung empfinde ich auch als relativ brutal. Erst in letzter Hinsicht ist der Film dann auch eine Liebesgeschichte. Allerdings: ist es so ungewöhnlich und ergreifend, dass eine Frau nach Kriegsende sich nicht damit abfinden kann, dass Ihr Mann oder Freund nicht mehr zurückkommt, weil er vermutlich tot ist?

