Die 20 besten Filme im Mai 2012

Lopez und Fiennes in einer klassisch lockeren Romanze!

Manhattan Love Story Kritik

Bewertung - 3.0 Sternen

Von: Girly aus Kreuth am Tegernsee Avatar Bild

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6. August 2008

Enttäuschend ist dieser Film sicher nicht, denn mit „Manhatten Love Story' erhält der Zuschauer genau das, was man erwartet: Eine lockere Liebeskomödie ohne große Dramatik, Ecken und Kanten - nicht mehr, nicht weniger.

Jennifer Lopez in der Rolle der Hotelputzfrau Marisa Ventura, die durch einen Zufall den Senatorenanwärter Chris Marshall (Ralph Fiennes) kennen lernt. Bei einem gemeinsamen Spaziergang verlieben sich die beiden ineinander, doch während sie von seiner Stellung weiß, lässt sie ihn über ihren Job im Unklaren....

Natürlich ist von Anfang klar, dass der Film in mit einem Happy End enden muss. Und auch, wenn die Geschichte und auch der Aufbau des Endes („Jeder hat eine zweite Chance verdient.') stark an „Notting Hill' erinnert - arm verliebt sich in reich, unbekannt in bekannt - wirkt „Manhatten Love Story' nicht so flach wie J.Lo's letzte Romanze „Wedding Planer'. Schauspielerisch können es Ralph Fiennes und die schöne Latina allerdings nicht mit den Protagonisten aus „Notting Hill' (Roberts, Grant) aufnehmen. Jennifer Lopez wirkt optisch natürlich sensationell und spielt ihre Figur um Klassen besser als die der Hochzeitsplanerin, eine richtig große Charakterdarstellerin steckt jedoch nicht in ihr. Ralph Finnes, der schon in „Der englische Patient' überzeugt hat, mimt den charmanten und natürlich gebliebenen Politiker mit Herz sehr gut, aber zu oft kommt der Gedanke in einem auf, dass dieses Gesicht doch auch der grausame „Zahnfee-Killer' gewesen ist („Roter Drache') - 'Gedanken-Spagat' pur!

Die Figuren sind demnach sehr einfach gestrickt und auch die Dialoge einfach gehalten. Dafür sind diese häufig sehr spritzig, speziell wenn Jennifer Lopez' Filmsohn Ty (Tyler Posey) in der Szene mitspielt. Dieser wirkt zwar mit seiner, auch für sein Alter, unterdurchschnittlichen Ausstrahlung nicht als die perfekte Besetzung, bringt jedoch dank Drehbuch etwas Schwung in den Film, ebenso wie Marisa's Arbeitskollegin und Bob Hoskins als Angestellter des Hotels. Schwungvoll ist auch die Musik, die durch den Film führt.

Wer die Erwartungen nicht höher schraubt, als über 100 Minuten locker unterhalten zu werden, wird sicher nicht enttäuscht sein. Wer jedoch eine tiefgreifende Liebesgeschichte erwartet, tut das sicher unerfüllt. Dafür ist das Drehbuch nicht ausgelegt gewesen. Für Fans der J.Lo ein Kauftipp, denn nie hat diese so bezaubernd ausgesehen.

Über den Kritiker: Girly

Geliehene Titel: 516

Lieblingsschauspieler: Harrison Ford

Lieblingsregisseur: Kenneth Branagh

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