Im Schnitt geschlampt
Man on Wire Kritik
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8. September 2009
Dieser Mix aus Dokumentation und Film, mit Originalaufnahmen, Interviews und einigen nachgestellten Szenen bietet eine moderne Doku-Herangehensweise und insgesamt ein rundes Werk mit interessanten Fakten und einer Handvoll emotionalen Höhepunkten.
Dennoch, der Titel dieser Kritik wurde nicht wahllos bestimmt...
Oft werden weniger interessante Fakten zu ausführlich dargestellt, während ansprechende, prickelnde Geschichten zu einer Randnotiz verkommen. Es scheint, als hätte man entspannt begonnen und nach ca. 75 Min., im Schnitt bemerkt: Ups, wir müssen schnell zum Ende kommen! Auch einige nach 'Drehbuch' wirkende Interviews mindern den Filmgenuss und (prozentual nicht, aber) die gestellten Szenen scheinen Überhand zu nehmen. (Bei 'The King' war Regisseur 'James Marsh' gewissenhafter!)
Letzten Endes ist 'Man on Wire' eine ansehnliche und durchaus empfehlbare Dokumentation die die Oscarnominierung verdient hat. (Den erhaltenen Award, in meinen Augen aber nicht!)
Fazit: Trotz blutendem Herz eines Filmemachers, eine sehr gute Dokumentation!

