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Magnolia Kritik
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19. Juli 2008
...aber eigentlich ist selbst die Geschichte nicht sehr interessant.
Zunächst einmal ist Magnolia langatmig..und wie. Das war der erste Film seit langem, bei dem ich am liebsten die Dvd nach einer Stunde aus dem Player genommen hätte. Klar ich habe !noch weitere 2 Stunden! durchgehalten und wurde mit dem genialen Regen und noch etwas Filmmusik belohnt. Immerhin. Deswegen auch 2 Sterne.
Ich habe gelesen, dass manche hier die Dialoge hoch loben...
leider heißt viel reden nicht, dass man auch viel zu sagen hat.
Paul Thomas Andersons Film ist voller sinnfreier Gespräche, häufigen Wiederholungen und jede zweite Szene wurde dermaßen in die Länge gezogen...wirklich grausam.
Zudem ist die Geschichte einfach viel zu simpel.
Wo liegt denn da die zufällige Begegnung? Eine Tochter mit ihrem Vater? Ein Sohn mit seinem Vater? Oder etwa ein Polizist mit einem vermeintlichen Einbrecher? Nein, nicht wirklich oder?
Wenn ihr diese Art von "Verknüpfungs-Filmen" mögt, schaut euch "Lola rennt" an...oder 11:14...oder meinetwegen noch Babel.
Da habt ihr mehr Zufall.
Ansonsten ist Magnolia zwar auf keinen Fall Mainstream, nur das bedeutet nicht zwangsläufig, dass er deswegen auch gut sein muss. Die allzu bekannten Schauspielgesichter geben dem Film übrigens den Rest. Julian Moore ist ja noch super, aber im ernst...Tom Cruise? William H. Macy? und Philp Baker Hall? Zu viele Stars verderben den Film.
Zuletzt muss ich sagen, dass die Botschaft, die Anderson vermitteln will, oft einfach auf der Strecke bleibt, teils wegen den von der Musik überdeckten Dialogen, teils wegen der konstruiert wirkenden Geschichte und nicht zuletzt weil das ganze Gerede einen einfach nicht weiterbringt.
Ich denke mal der Regisseur wollte hier eine realitätsnahe, intensive Stimmung erzeugen, aber das gelingt ihm leider wirklich nicht. Das kriegen viele Low-Budget Produktionen besser hin. Und zudem ist der Hollywood-Nachgeschmack schwer zu übersehen.
Also...2 Sterne...ganz ehrlich.

