Macbeth Details

Macbeth
Formate: FSK: 18 DVD, Video on Demand
Darsteller: Sam Worthington, Victoria Hill, Lachy Hulme, Gary Sweet, Steve Bastoni
Regisseur: Geoffrey Wright
Genre: Drama - Sonstiges, Kriminalfilm - Thriller
Studio: Sunfilm Entertainment
Originaltitel Macbeth
Kollektionen: Hartgesotten, Mafia & Gangs
Titel Laufzeit Altersfreigabe
Macbeth
1 Std. 44 Min. 18

Video on Demand Details

Laufzeit: 1 Stunde 44 Minuten
Erscheinungsdatum: Noch unbekannt
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Beste Kritik Macbeth

  • moderne Shakespeare-Adaption - nur für Liebhaber

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach SMily1199 (637 Kritiken) aus Pirna , 20. Mär 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    In dieser australischen Produktion um den Regisseur Geoffrey Wright stecken gute Ansätze. Er inszeniert jene Dinge aus, die bei Shakespeare off-stage geschehen und daher zieht eine enorm temporeiche, rasante Action-Szene gleich zu Beginn den Zuschauer in den Film hinein. Das ist gut gemacht, das funktioniert - egal, ob man jemals von Shakespeare was gehört hat oder nicht. Auch die Wahl der Hexen, junge, gothic-angehauchte Mädels, die ihren ganzen Frust beim Schänden von Gräbern auslassen, ist durchaus nicht misslungen. Das moderne Setting, das den vielen dunklen Szenen des Originals Rechnung trägt, gefällt und aus Cawdor ein Wirtschaftsimperium, und aus Dunsinane eine Luxus-Villa zu machen, ist ebenfalls ein gut durchdachter Schachzug.

    Was Wright aber bei allen visuellen Umsetzungen vergessen hat, sind seine Schauspieler. Wir finden uns hier wirklich in einem blutigen Action-Spektakel wieder, das zwar einige Verse enthält, aber sonst doch sehr an seiner aufgezwungenen wirkenden Shakespeare Adaption krankt. Oder anders gesagt: Vielleicht wäre der Film ohne den ganzen Shakespeare-Bezug besser geworden. Denn wenn man schon die Charaktere integriert und sich der Sprache bedient, dann braucht es auch Schauspieler, die das verkörpern können. Und da fehlt es - vom erhaben wirkenden Duncan mal abgesehen - doch leider erheblich an Potential.

    Im Falle von Lady Macbeth hatte Wright allerdings eine schöne Idee. Im Drama wird einmal erwähnt, dass sie ein Kind hatte, Weiteres erfährt man nicht. In der ersten Szene des Films sieht man Lady Macbeth am Grab um ihren verstorbenen Sohn weinen. Dieser Hintergrund gibt der Figur zusätzliches Profil, so dass sie während des Films betäubt und benebelt wirkt, verbittert und in Trauer scheint sie mithilfe von Drogen in eine andere Welt fliehen zu wollen. Sie sieht verführerisch aus und Schauspielerin Victoria Hill besitzt durchaus Talent, aber das Ganze wirkt manchmal wie Over-Acting, und daher teilweise gekünstelt-überzogen; leider.

    Den Gegenpart bildet Sam Worthington als Macbeth. An minimalistischem Spiel ist nichts auszusetzen, aber bitte schön so, dass die Figur dennoch über ein reichhaltiges Innenleben zu verfügen scheint. Seine Figur leidet an den heftigsten Gewissensbissen - das ist nun mal ein wesentlicher Teil der Geschichte -, wovon man leider kaum etwas spürt. Kurzum, unser böses Pärchen verkörpert zwar das Motto 'schön ist wüst', aber darüber hinaus nicht viel. Die anderen Mimen passen sich dem an. Sicher ist der Film nicht schlecht gespielt, aber auch leider nicht gut genug.
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Alle Kritiken

(2)
  • Herr Brutalo Shakespeare

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach JohnnyXX (43 Kritiken) aus Ludwigshafen , 17. Sep 2012
    Der Film ist eine moderne Fassung von Herrn Shakespeares Theaterstück und verwendet einen Teil von seinem Text. MacBeth wird von seiner Frau angestachelt und mordet sich an die Spitze.

    Der Film hat etliche Szenen, die besonders intensiv sind. So zum Beispiel der Shoot-out gleich am Anfang mit seiner aufreizenden Musik. Dann natürlich das Festessen, als Banquos vernarbter Geist auftaucht. Er versucht, MacBeth zu erdrosseln. Besonders gelungen sind auch die Szenen mit den drei Teenagerinnen: zuerst auf dem Friedhof, dann im Disco-Nebel und schließlich in der Villa im Schein der vielen Kerzen, wo es mit MacBeth zum wilden Sex kommt. Das ist stark, kreativ, intensiv.

    Auch die Darstellung ist besonders gut gelungen. Sam Worthington als MacBeth, mit halblangen Haaren und Lederjacke, männlich und sexy. Und natürlich Victoria Hill als Lady MacBeth. So wie sie die Rolle spielt, ist unerwartet. Es greift tief, ist wieder kreativ, intensiv.

    Victoria Hill hat auch am Drehbuch mitgeschrieben, was man merkt. Denn diese Fassung der Geschichte unterscheidet sich von den anderen auch dadurch, dass sie ein Stück weit weiblicher ist. Was gut tut.

    Der Film hat Stil und beeindruckt. Was an zwei oder drei Stellen negativ auffiel, war die ungezügelte Darstellung der Gewalt. Dies zeigt allerdings auch, was Herr Shakespeare ist: brutal.
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  • moderne Shakespeare-Adaption - nur für Liebhaber

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach SMily1199 (637 Kritiken) aus Pirna , 20. Mär 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    In dieser australischen Produktion um den Regisseur Geoffrey Wright stecken gute Ansätze. Er inszeniert jene Dinge aus, die bei Shakespeare off-stage geschehen und daher zieht eine enorm temporeiche, rasante Action-Szene gleich zu Beginn den Zuschauer in den Film hinein. Das ist gut gemacht, das funktioniert - egal, ob man jemals von Shakespeare was gehört hat oder nicht. Auch die Wahl der Hexen, junge, gothic-angehauchte Mädels, die ihren ganzen Frust beim Schänden von Gräbern auslassen, ist durchaus nicht misslungen. Das moderne Setting, das den vielen dunklen Szenen des Originals Rechnung trägt, gefällt und aus Cawdor ein Wirtschaftsimperium, und aus Dunsinane eine Luxus-Villa zu machen, ist ebenfalls ein gut durchdachter Schachzug.

    Was Wright aber bei allen visuellen Umsetzungen vergessen hat, sind seine Schauspieler. Wir finden uns hier wirklich in einem blutigen Action-Spektakel wieder, das zwar einige Verse enthält, aber sonst doch sehr an seiner aufgezwungenen wirkenden Shakespeare Adaption krankt. Oder anders gesagt: Vielleicht wäre der Film ohne den ganzen Shakespeare-Bezug besser geworden. Denn wenn man schon die Charaktere integriert und sich der Sprache bedient, dann braucht es auch Schauspieler, die das verkörpern können. Und da fehlt es - vom erhaben wirkenden Duncan mal abgesehen - doch leider erheblich an Potential.

    Im Falle von Lady Macbeth hatte Wright allerdings eine schöne Idee. Im Drama wird einmal erwähnt, dass sie ein Kind hatte, Weiteres erfährt man nicht. In der ersten Szene des Films sieht man Lady Macbeth am Grab um ihren verstorbenen Sohn weinen. Dieser Hintergrund gibt der Figur zusätzliches Profil, so dass sie während des Films betäubt und benebelt wirkt, verbittert und in Trauer scheint sie mithilfe von Drogen in eine andere Welt fliehen zu wollen. Sie sieht verführerisch aus und Schauspielerin Victoria Hill besitzt durchaus Talent, aber das Ganze wirkt manchmal wie Over-Acting, und daher teilweise gekünstelt-überzogen; leider.

    Den Gegenpart bildet Sam Worthington als Macbeth. An minimalistischem Spiel ist nichts auszusetzen, aber bitte schön so, dass die Figur dennoch über ein reichhaltiges Innenleben zu verfügen scheint. Seine Figur leidet an den heftigsten Gewissensbissen - das ist nun mal ein wesentlicher Teil der Geschichte -, wovon man leider kaum etwas spürt. Kurzum, unser böses Pärchen verkörpert zwar das Motto 'schön ist wüst', aber darüber hinaus nicht viel. Die anderen Mimen passen sich dem an. Sicher ist der Film nicht schlecht gespielt, aber auch leider nicht gut genug.
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