Einer der besten Filme der 90er
L.A. Confidential Kritik
- 8
- 1
11. August 2008
Dies ist einer der besten, wenn nicht gar der beste Film der 90er Jahre. Ich erlaube mir mal einige Schlagworte in den Raum zu werfen:
eine geballte Atmosphäre, ausgereifte Charakterdarstellung, großartige Schauspieler, perfekte Kameraführung, Liebe zum Detail, glaubwürdiges Drehbuch, Hochspannung bis zur letzten Minute, brillanter Film Noir ohne Klischees, geniale Buchvorlage
Wer sich mit diesen Superlativen nicht zufrieden gibt - dem kann auch nicht mehr geholfen werden. Ja, die Story ist ein wenig komplexer als der übliche Einheitsbrei - ist sie deswegen nicht nachvollziehbar? Mitnichten! Es zeigt vielmehr, dass wir heutzutage gar nicht mehr gewohnt sind eine gut erzählte Geschichte nachzuvollziehen, weil man mit platten und vorhersehbaren Filmen nur so zugeschüttet wird.
Im Gegensatz zu den meisten Filmen der Neuzeit, verkörpern die Charaktere nicht nur irgendwelche Klischees. Nein, sie alle haben eine Vorgeschichte, lassen sich nicht in 'gut' oder 'böse' einteilen, auch wenn die Rollen klar verteilt scheinen. Die Figur des Exley geht so viele Wandlungen durch ohne dass sie an Glaubwürdigkeit verliert. Eine Meisterleistung des Drehbuchs und der Schauspielkunst. Wie Russel Crowe verzweifelt im Regen steht und eine Welt für ihn zusammenbricht, er selbst zum Opfer dessen wird was er so sehr hasst - diese Szene gehört für mich zu einer der besten seiner Karriere. Man leidet mit allen mit, kann ihre Handlungen, die Wendungen ihres Gemüts nachvollziehen. Nichts wirkt aufgesetzt, alles kommt schlüssig rüber. Kevin Spacey, Guy Pearce, Kim Basinger und Russel Crowe spielen ihre Rollen mit solch einer Intensität dass es eine Freude ist zuzuschauen. Alles in allem: Klare Kaufempfehlung.

