Mitgliederkritik
Jay und Silent Bob schlagen zurück Kritik
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19. Juli 2008
-Jay und Silent Bob schlagen zurück- ist keine leichte Kost für unvorbereitete Zuschauer. Wer die beiden Bluntman und Chronic Figuren schon kennt, der weiß, was ihn erwartet. Sprache aus der untersten Schublade der Gosse und dabei doch jede Menge Sinn und Verstand. Was den einen gnadenlos abschrecken wird, ist für den anderen das Salz der Erde in der Version Independent-Komödie. Nicht ohne Grund hat Kevin Smith mit seinen Filmen rund um die Clerks-Serie einen gnadenlos treuen Anhängerkreis um sich geschart. Und auch bei -Jay und Silent Bob schlagen zurück- geht es wieder rund. Kunterbunt, drunter und drüber, mit einer Purzelbaum schlagenden Story, die Gags wie ein Popcornautomat ausschüttet. Wenn...ja wenn man sie alle mitbekommt...
Jay und Silent Bob erfahren, dass die Bluntman und Chronic Comics verfilmt werden sollen. Im Internet wird das Thema schon diskutiert und es gibt jede Menge Typen, die Bob und Jay aufs mieseste beleidigen. Da ist natürlich klar, dass sich unsere beiden Hauptakteure auf den Weg nach Hollywood machen, um den Dreh des Films zu verhindern und den Typen, die so schlecht über sie schreiben mal ordentlich den Hintern zu versohlen(das ist von mir nur sinngemäß formuliert). Dabei lernen sie vier scharfe Diamantendiebinnen kennen, entführen einen Affen, lernen wichtige Dinge über das Buch der Straße, werden von einem irren Forstbeamten(köstlich Will Ferell) verfolgt, und...und...und...
Am Ende kann es natürlich nur zwei Sieger geben. Jay und Silent Bob. Wer sonst. Und das so obercool wie eh und je.
Kevin Smith ist in seinem Metier das Enfant Terrible der modernen Slapstickkomödie mit(wenn auch manchmal nur schwer zu erkennendem) Tiefgang. Wie Smith sich durch adaptierte Filmszenen von E.T, Drei Engel für Charlie, God Will Hunting oder Star Wars krautet, das lässt einem fast das Zwerchfell platzen. Dazu werden die eigenen Filme, wie Dogma, Chasing Amy oder Clerks noch nebenbei auf den Arm genommen. Als Zugabe gibt es in den Nebenrollen Wes Craven, Gus van Sant und natürlich Ben Affleck und Matt Damon, die einfach nicht fehlen dürfen. Das absolute Highlight für mich waren jedoch die Auftritte von Carrie Fisher und Mark Hamill, der uns zeigt, dass er das Lichtschwert noch immer vortefflich schwingen kann.
Die Geister werden sich wie immer an Jay und Silent Bob scheiden. Für mich steht allerdings fest: 5 Punkte!

