Jason Bourne lässt grüssen
James Bond 007 - Ein Quantum Trost Kritik
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3. April 2009
Der neue 'Bond' setzt neue Maßstäbe. In Sachen Stunts, SFX und Wackelkamera kommt selbst der Zuschauer kaum noch mit wenn es um Action geht. Es kracht, scheppert, fliegt und kämpft aller Orten. Dabei haut einem der satte dts-Track der DVD echt eins um die Ohren.
Was er aber nicht mehr gemein hat ist sein Name mit dem Vermächtnis der Serie. Denn weder der gute alte Wodka Martini, shaken not stirred, spielt noch eine Rolle, wie das gepflegt frauenfeindliche egomanische Selbst. Weder Beluga, noch britische Lebensart.
Bond wirkt amerikanisiert, standardisiert und versprüht zwar unendlich Action und Coolness aber eben nicht den Charme den seine Vorgängerfilme ausmachten. Selbst 'Casino Royale' hatte durch die Poker-Casino-Atmosphäre noch eine Spur altgediegenen Style und einen frisch wirkenden Daniel Craig.
Die Frage ist was die neue Riege hinter James Bond mit 'Quantum Trost' nun entwickeln will? Einen austauschbaren 08/15-Agenten der hinter Jason Bourne hertrottet wie ein leber Rauhhaardackel? Oder den britischen Agenten den wir über die Jahrzehnte kennen und lieben gelernt haben? Also für die Action und die Effekte kann man dem Film getrost 5 Sterne geben, auch wenn ich zeitweise von dem ständigen Kamerawackeln fast ein Schleudertrauma davon trug und reichlich genervt war. Von James Bond aber erwarte ich mehr als Action.... z.b. schöne Frauen, schöne Autos und natürlich den Woda Martini - mehr als tumbe Action eben - eben Bond, James Bond.

