Die 20 besten Filme im Mai 2012

Inglourious Basterds - 4,5 Sterne

Inglourious Basterds Kritik

Bewertung - 4.0 Sternen

Von: ElMariachi aus Augsburg Avatar Bild

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27. August 2009

Brad Pitt als Anführer einer Nazikillertruppe in einem Film von Kultmeister Quentin Tarantino.

Kapitel 1: Frankreich 1944: Der Judenjäger Hans Landa stattet einer Bauer-Familie einen freundlichen Besuch ab mit dem Ziel versteckte Juden zu finden. Kapitel 2: Eine geheime Sondereinheit die sich selbst die 'Basterds' nennen wird ins Leben gerufen, ihr Ziel: soviele Nazis zu töten wie möglich. Kapitel 3: Kriegsheld Fredrick Zoller verliebt sich in eine junge Kinobesitzerin die auf Rache aus ist. Sie ist Jüdin, Zoller weiß das allerdings nicht. Kapitel 4: Ein britischer General sendet den Filmkritiker Lt. Archie Hicox nach Frankreich um sich mit den berüchtigten 'Basterds' zu treffen. Kapitel 5: Der Showdown in dem sämtliche Fäden miteinander verwoben werden.

Die Tarantino typische Unterteilung seiner Filme in Kapitel kennt man bereits aus seinen Filmen wie Kill Bill oder Reservoir Dogs. Die Gliederung funktioniert einwandfrei zum besseren Verständnis und verleiht dem Werk den Charme alter Filmkunst. Dazu trägt noch die musikalische Untermalung klassischer Stücke bei, die ab und an von rockigen Kurzsounds abgelöst wird. Diese fühlen sich aber aufgrund der Szenen nie fremd oder unpassend an. Typisch Tarantino eben.

Von dem internationalen Cast hat mich fast jeder überzeugt. Die Basterds unter der Führung des großartigen Brad Pitts kommen grimmig daher, so wie es sich für eine Killertruppe gehört mit einer kleinen Portion derben Humors. Der österreicher Christopher Waltz gehört mit dem französischem Nachwuchsstar Mélanie Laurent zu den absoluten Glanzlichtern des Films. Waltz spielt in diesem Fall sogar Brad Pitt mit Leichtigkeit nieder. Aus der deutschen Schauspielerecke überzeugt bis auf Diane Krueger jeder. Sie wirkt zum Teil hölzern und fehl am Platz. Ebenfalls nicht ganz so gut kommen Mike Myers und Martin Wuttke (als Hitler) rüber. Ist aber nicht weiter schlimm da beide sehr wenig Screentime haben. Die Dialoge in Inglourious Basterds sind messerscharf, grotesk, witzig und bis ins i-Tüpfelchen ausgearbeitet. Das ist neben den Charakteren die große Stärke jedes Tarantino's. Die Gewalt kommt ebenfalls nicht zu kurz, mich wundert sogar die 16er Freigabe. Kurz zusammengefasst bleibt zu sagen: Dieser Film ist Pflicht für jeden Cineasten!

Über den Kritiker: ElMariachi

Geliehene Titel: 406

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