Die 20 besten Filme im Mai 2012

Ein Meisterwerk!

Gran Torino Kritik

Bewertung - 5.0 Sternen

Von: ein mitglied aus GREVEN Avatar Bild

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Gran Torino

Regisseur Clint Eastwood
Genres Drama
Laufzeit 116 Minuten Altersfreigabe 12

16. März 2009

Mit seinem neuesten Streich als Schauspieler und Regisseur zeigt Clint Eastwood, dass man sich auch im Alter noch weiter entwickeln und den Mut aufbringen kann, etwas Neues zu probieren.

Die Handlung rund um eine Gang, die das Viertel unsicher macht, in dem Walt lebt, ist in diesem Film eher Nebensache. Sie dient nur dazu, die von Grund auf verschiedenen Charaktere des Films aufeinander prallen zu lassen.

Eastwoods Charakter Walt ist hierbei natürlich der Hauptdreh- und Angelpunkt der Geschichte. Zu Beginn ist er ein durch und durch rassistischer und konservativer Mensch, der durch einige Zufälle in Kontakt mit seinen asiatischen Nachbarn gerät und nach und nach feststellen muss, dass diese ganz anders sind, als er immer dachte. Des Weiteren wird die Bewältigung seiner Kriegsvergangenheit immer mehr zu einem wichtigen Thema. Und am Ende zeigt sich dann auch, dass selbst ein verbissener Typ, wie Walt, die Möglichkeit hat, sein Leben zu ändern.

Doch auch die Entwicklung Taos vom gehänselten Jüngling zum Kämpfer ist interessant anzusehen und nicht so Klischeebehaftet, wie man am Anfang vermuten könnte.

Neben den interessanten Charakteren ist es aber vor allem Eastwoods Inszenierung, die zu überzeugen weiß. Durch den richtigen Einsatz der Musik und die immer perfekt zur Situation passenden Kameraperspektiven, ist der Film in den ruhigen Momenten genauso überzeugend, wie in den spannenden.

Zu erwähnen wäre außerdem noch, dass der Film einen verdammt schwarzen Humor hat, der ihm aber trotz des häufigen Gebrauchs nie die Ernsthaftigkeit raubt.

In seinem neuesten Film zeigt sich Eastwood mal wieder von seiner besten Seite. Schauspielerisch gereift und als Regisseur so selbstsicher wie eh und je, liefert er ein Meisterwerk ab, das auf eine gewisse Weise auch ein Rückblick auf seine Entwicklung im Filmgeschäft ist und allen Kritikern zeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und immer noch Mut zur Weiterentwicklung besitzt.