Dünne Story spannend umgesetzt
French Connection Kritik
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29. Dezember 2009
Okay, ein großer Fan von 'Cop-Thrillern' bin ich absolut nicht, aber den einen oder anderen Klassiker sollte man dann ja doch mal gesehen haben, und 'French Connection' gehört sicherlich dazu.
Zwei New Yorker Cops jagen einen französischen Drogenboss, soweit die Story, das ist nicht viel und da bleibt auch nicht viel Raum zur Entwicklung, es bleibt eben, wie beispielsweise bei einem ordentlichen 'Tatort', ein wenig von der Persönlichkeit der Polizisten zu zeigen, und das ist durchaus ein Plus von 'French Connection', Gene Hackmann und Roy Scheider spielen grandios, ergänzen sich prima und es macht Spaß, ihnen zuzuschauen.
Dass allerdings von Anfang an völlig absehbar ist, dass es nicht um Gerechtigkeit oder Rettung der Welt vor dem bösen Heroin geht, sondern ehrlich betrachtet nur um den Kampf auf Leben und Tod zwischen den 'guten Cops' und den 'bösen Drogenmafiosi', dass der Abschluss eines Erzählstranges erst dann vollkommen ist, wenn einem der Bösen das Blut aus der Brust spritzt, das ist bei Klassikern wie auch bei Neuproduktionen des Genres stets grundöde.
Highlight des Filmes als Actionfilm war für mich die spektakuläre Verfolgungsjagd, in der Doyle in einem Auto den französischen Chefkiller, der in der New Yorker S-Bahn flüchtet, jagt - aberwitzig, teils sogar humorvoll, jedenfalls spannend. Wie die Verfolgungsjagd schließlich endet, könnt ihr euch allerdings denken...Doyle spielt in 'French Connection II' ja noch mit, und was hatte ich über Erzählstränge noch geschrieben?
Schließlich lebt der Film vorwiegend von der düsteren und negativen Grundstimmung, die durch die sparsame, aber hochspannende Musik von Don Ellis wesentlich getragen wird.
Fazit: Sollte man gesehen haben, aber zu hoch sollte man die Erwartungen auch nicht schrauben. 3+ von mir.

