Mitgliederkritik
Faustrecht der Prärie Kritik
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19. Juli 2008
Auch wenn die Story arg abweicht vom geschichtlichem Geschehen des W. Earp, tut es der Spannung keinen Abbruch und die erzählte Geschichte zwischen Earp und Holliday ist filmisch spannender als das reale Verhältnis vielleicht wirklich war.
Natürlich, dramaturgisch für heutige Filme nicht ganz so dicht und auch die Dialoge wirken das ein oder andermal hausbacken und schwülstig, der Schinken hat ja auch 60 Jahre auf dem Buckel. Doch dann sind da wieder diese düsteren Szene, diese unrasierten Darsteller (allen voran die Clantons), als wenn S. Leone das Casting bestimmt hätte. Und dann dieser einmalige Fonda, der steif, cool, überlegen und plötzlich hilflos wirkt. Unvergleichbar die Szenen beim Barbier, sein schüchternes Spiel beim Tanz und das kindliche Jonglieren auf einem Stuhl. Fonda wirkt unnachahmlich, einzigartig und für einen Western aus den 40ern spielt er den Charakter äußerst MODERN !!!
Wenn damals schon ein Cinemascope-Format zur Hand gewesen wäre (auch in S/W), hätte die unwirkliche Kulisse des Monument Valley dieses Meisterwerk in seinem Genre so gut wie unschlagbar gemacht.

