3 Menschen, die sich unterschiedlich lieben
Ein Zuhause am Ende der Welt Kritik
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3. Juni 2011
Eine Dreiecksgeschichte, dieser Umstand allein bringt ja schon genügend Verstrickung mit sich. Alle lieben Bobby (sehr glaubwürdig und zum Verlieben dargestellt von Colin Farrell), aber wohl eher aus dem Umstand heraus, dass Bobby alle liebt, zu allen eine Beziehung aufbauen muss, weil er nicht allein sein kann. Dies macht er äusserst überzeugend, aber es beschert ihm auch eine richtungslose, eher visionsarme Beziehungsgestaltung. Jonathan liebt Bobby, kann sich aber auch nicht festlegen und flieht weiter von Affäre zu Affäre, meistens sind es lose Ones mit Männern, die er irgendwo aufgabelt.,. Claire liebt Bobby, oder versucht es zumindest, bald aber wird deutlich, dass sie sich eher an Bobby hält, um Jonathan, den sie eigentlich liebt, näher zu kommen. Dies muss misslingen und erfährt einen Höhepunkt, als sie, nun mit Kind von Bobby, bemerkt, dass ihre ideale Vorstellung von Liebe zwischen Bobby und Jonathan stattfindet, in der sie keinen Platz zu haben scheint. Die Liebe zu dritt gelingt nicht, zu zweit war sie längst unmöglich, kann nicht gedeihen, vielleicht eben aus der Tatsache heraus, dass grosse Liebe so schwer lebbar ist und oft an den Widrigkeiten der Realität zerbricht. Wenn man Bobby am Schluss allein, eben gerade in der Situation wieder findet, die er so zwanghaft versuchte, zu verhindern, wird deutlich, wie lebensnah der Film doch ist, wie klar er wiedergibt, was Leben uns so oft beschert und vielleicht sagen kann. Dieser Film berührt, wühlt auf und nicht allein durch die grosse Leistung der Schauspieler, die den schwierigen Charakteren sehr überzeugend Leben einhauchen, wird er zu einem Beweiss, dass Romanverfilmungen gelingen können.

