Der Junge mit dem Fahrrad Details

Der Junge mit dem Fahrrad
Formate: FSK: 12 DVD, Blu-ray
Darsteller: Cécile De France, Thomas Doret, Jérémie Renier, Olivier Gourmet, Fabrizio Rongione, Egon Di Mateo
Regisseur: Jean-Pierre Dardenne
Genre: Drama - Porträt / Biographie
Studio: Alamode Film
Originaltitel Le gamin au vélo
Titel Discs
Der Junge mit dem Fahrrad
12 Hauptfilm

DVD Details

Laufzeit: 1 Stunde 23 Minuten
Erscheinungsdatum: 22. Aug 2012
Sprache: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
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Beste Kritik Der Junge mit dem Fahrrad

  • Entscheidung zwischen Wahrheit und Lüge

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 18. Sep 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Es hat mich sehr berührt, wie der Junge Cyrill um seinen Vater kämpfte. Nicht wahrhaben zu wollen, dass der ihn angelogen und betrogen hatte. Er wollte unbedingt, dass er auf ihn vertrauen konnte.

    Samantha, die ihm dann bedingungslos zur Seite stand und ihm immer wieder geholfen hat war auch sehr beeindruckend. Obwohl Cyrill sie auch belogen und betrogen hatte und ihre Fürsorge nicht zu schätzen wusste. Eine klare Wiederholung des Verhalten seines Vaters, aber mit anderen Konsequenzen.
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Alle Kritiken

(11)
  • Ein kleines Stück karge Realität

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach jacker (13 Kritiken) , 22. Mai 2013
    Bodenständig. Geerdet. Realistisch. Man kann es nennen wie man möchte, Fakt ist dass LE GAMIN AU VÉLO uns leise und still, fast passiv eine Ladung Realität serviert, die gerade aufgrund ihrer Unaufgeregtheit und zurückhaltenden Darreichungsform ins Schwarze trifft. Im Endeffekt sehen wir nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben eines Jungen. Dieser Junge tut zwar sein bestes, sein Inneres nicht nach außen zu lassen, schnell wird jedoch klar: Er ist verletzt, verzweifelt und tieftraurig. Denn sein Vater will ihn nicht mehr. Und so simpel das zunächst klingt, so hart und bitter ist es. Weil es da weh tut wo jeder von uns sensibel ist, da wo man gewollt werden will, Anerkennung braucht, die Hand ausstreckt und sich wünscht, dass sie genommen wird. Tasusendfach passiert so etwas irgendwo, das weiß man. Trotzdem erzeugt die präsente und offensive Kälte beim lang ersehnten Treffen von Cyril und seinem Vater einen herben Kloß im Hals. Und jede von Cyril's weiteren Handlungen tut eigentlich genau so weh, weil überall der Schrei nach Aufmerksamkeit hervorbricht. Wie viele sind schon aus solchen Gründen an Leute geraten, die den Drang sich zu beweisen und dafür anerkannt zu werden schamlos ausnutzen? Und wie tief muss das Loch sein, wenn anstatt Anerkennung und einer herzlichen Geste wieder nur Kälte entgegenstrahlt? Alles Fragen, die die Geschwister Dardenne ohne große Gesten und ausufernde Geschichten aufwerfen. Ein kleines Fenster in ein (bzw. zwei) fremde(s) Leben deren Wege sich gekreuzt haben reicht, um tiefes Mitgefühl mit dem kleinen verzweifelten Jungen zu erzeugen, aber auch Bewunderung dafür wie er kämpft und einfach nicht aufgeben will. Hartnäckig, egal wie sehr er vor den Kopf gestoßen wird, aggressiv egal wie übermächtig der Gegner erscheint (Le 'Pibull'). Ein Sozialdrama, was genau die richtigen Hebel umlegt und aufgrund seiner fast dokumentarischen Machart (in der u. A. Filmmusik fast vollständig fehlt) lediglich wertungsfrei einen Zustand zeigt. Was wir daraus ziehen bleibt uns überlassen.
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  • Die Suche nach Zuneigung

    Bewertung - 4.5 Sternen  
    Nach ein mitglied , 03. Apr 2013
    Die Filme der Brüder Dardennes sind eine Million Kilometer vom klassischen Hollywood-Kino entfernt. Sie wirken in Form und Inhalt realistisch und wenn sie nicht Geschichten erzählten, würden sie streckenweise fast ein wenig den Eindruck einer Dokumentation erwecken, wenn auch einer sehr persönlichen und nahen. Aber gerade dieser Erzählstil macht die Geschichten umso eindringlicher und berührender. Der Junge mit dem Fahrrad wurde von seinem Vater nicht gehasst, aber sicherlich auch nicht geliebt, sondern achtlos im Kinderheim zurückgelassen. Umso bewegender ist die scheinbare Unerschütterlichkeit, mit welcher der Junge nach seinem Vater und dessen Liebe sucht. So fällt er auch auf den lokalen Kleinkriminellen herein; er erhofft sich Anerkennung und letztlich Zuneigung. Die Pflegemutter verkörpert die Hoffnung – es gibt Menschen, die trotz aller Widrigkeiten Gutes tun, ohne viel Pathos, ohne eine tiefe Philosophie, sondern weil sie so sind, weil es ihnen eigen ist.
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  • Schön und berührend

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach Willibald (79 Kritiken) , 21. Feb 2013
    Ein schöner Film,der berührt. Zwar werden auch hier etliche Klischees des Genres vorgeführt,aber das machen guten Darsteller locker wieder wett. Ein ruhiger Film der sich für Actionfreunde nun gar nicht eignet.
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  • wer suchet, der findet?

    Bewertung - 3.5 Sternen  
    Nach terry_noonan (7 Kritiken) , 28. Jan 2013
    trennung, alleinsein, coming of age, diese themen werden in dem kleinen, aber feinen belgischen sozialdrama um einen 12-jährigen auf der suche nach zuneigung/ liebe und beachtung, zwar leicht klischeehaft, aber dennoch glaubwürdig umgesetzt. cecil de france spielt souverän wie gewohnt, auch das übrige ensemble überzeugt, allen voran der kleine junge!
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  • Auf der Suche nach der verlorenen Anerkennung

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach Filmdoktor (46 Kritiken) aus Eichstätt , 02. Jan 2013

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Kein Mensch kann auf Dauer völlig ohne die Nähe und ein Minimum an Anerkennung durch andere Menschen existieren. Besonders in der Kindheit, in einer Zeit also, in der die Grundlagen für spätere Einstellungen und Fähigkeiten gelegt werden, ist die Sehnsucht nach Anerkennung und Zuneigung besonders groß. Der dem neuen Film der Brüder Dardenne den Titel gebende Junge, Cyril, hat es da besonders schwer: Eine Mutter scheint nicht zu existieren und der Vater hat ihn in ein Heim abgeschoben und ist unbekannt verzogen. Cyril will diese Tatsache nicht hinnehmen und begehrt gegen die Erzieher auf, ist wütend über die Telefonstimme, die sagt, das die gewählte Rufnummer nicht vergeben ist, er will flüchten und wird wieder eingefangen. Auf der Flucht kommt es aber zu einer schicksalhaften Begegnung mit der Friseurin Samantha (dargestellt von Cécile de France), an die sich der Junge in seiner Hilflosigkeit klammert. Sie ist es dann auch, die Cyril sein, inzwischen vom Vater verkauftes, vielgeliebtes Fahrrad wieder besorgt und so den Auftakt setzt zu einer ungewöhnlichen Freundschaft. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Cyrills Vater und müssen auch die Probe mit einem im Viertel bekannten Dealer und Kleinkriminellen bestehen. Ohne Zweifel fühlen sich beide aus unterschiedlichen Motiven zueinander hingezogen, sind aber weit davon entfernt, ein schlichtes Bild der Harmonie widerzuspiegeln, sondern zeigen, dass die Suche nach Anerkennung nie an ihr Ende kommt. Auch das neue Werk der stets zusammenarbeitenden belgischen (Regie-)Brüder Jean-Pierre und Luc Dardennes hat - genauso wie 'L'Enfant' und 'Le Silence de Lorna' - in Cannes wieder einen Preis gewonnen. Einerseits knüpft 'Der Junge mit dem Fahrrad' auch direkt an die Vorgängerwerke an, denn es geht wieder um Menschen am Rande der Gesellschaft, die sich in existenziell schwierigen, ja fast aussichtslosen Situationen befinden. Auch formal arbeiten die beiden ehemaligen Dokumentarfilmer wieder mit einer kargen und viele Lücken setzenden Erzählweise. Jedoch greifen sie diesmal nicht nur auf Laiendarsteller zurück, sondern verpflichten mit Cècile de France einen Star des französischen Kinos (Ein Geheimnis; Soeur Sourire - Die singende Nonne; Hereafter - Das Leben danach) für eine Hauptrolle und verzichten auch nicht wie sonst auf Filmmusik, sondern setzen an prägnanten Stellen ein Adagio Beethovens als Soundtrack ein. Ganz nebenbei gibt es ein Wiedersehen mit Schauspielern aus früheren Filmen der beiden Wallonen: Jérémie Reiner spielt wie schon in 'L'Enfant' einen überforderten Vater und Olivier Gourmet, bekannt aus 'Der Sohn', hat einen Kurzauftritt als Kellner. So ist 'Der Junge mit dem Fahrrad' bei aller spröden, naturalistischen Erzählweise und dem sozialkritischen und zum Teil auch tragischen Inhalt doch der bisher warmherzigste Film der Dardennes mit einem leicht märchenhaften Einschlag. Das durchgängige Thema der (mangelnden) Liebe wird auch optisch durch das knallrote T-Shirt von Cyril zum Ausdruck gebracht und der Betrachter möchte ihm wünschen und daran glauben, dass für ihn und die Menschen, die er neu gefunden hat, nun doch alles gut wird. Sehr sehenswert!
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