Das Ong-Bak-Team schlägt wieder zu
Chocolate ... süß und tödlich! Kritik
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17. Juli 2011
Gute bis spitzenmäßige Martial Arts-Action. Manchmal im wahrsten Sinne des Wortes hart an der Schmerzgrenze, denn die Schauspieler gingen ein hohes Risiko ein, um authentische Kämpfe zu liefern. Entsprechend hoch war die Verletzungsquote bei den Dreharbeiten, was man wie bei Jackie Chan im Abspann verfolgen darf. Die Hauptdarstellerin JeeJa Yanin macht ihre Sache ziemlich gut, ist aber noch ein paar Schritte vom Kaliber eines Tony Jaa entfernt.
Die Story versucht mal etwas anderes: Das autistische Mädchen Zen kämpft sich wortwörtlich durchs Leben, versucht dabei ihrer kranken Mutter zu helfen und gerät dadurch mit Kriminellen aus Mutters Vergangenheit aneinander. Allerdings ist der Plot ganz schön an den Haaren herbeigezogen. Jede Logik und Charakterentwicklung wird der Action und interessanten Kampf-Locations untergeordnet. Das gipfelt schließlich im Zweikampf von Zen mit einem anderen Sonderling. Hier verspielt der Film jegliche ernsthafte Ambition und Glaubwürdigkeit endgültig. Schade, aus der Idee hätte man mehr machen können.
Was bleibt ist ein guter Martial-Arts-Streifen mit einigen halsbrecherischen Stunts und einer Geschichte, die zwar etwas ungewöhnlich ist, aber leider nicht wirklich funktioniert und eher Augenrollen als Anteilnahme hervorruft.

