Sacha Baron Cohen ist ein moderner Eulenspiegel
Borat - Kulturelle Lernung von Amerika, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen Kritik
- 20
- 8
31. Juli 2007
Sacha Baron Cohen macht Satire, die wehtut und oft zum Schreien komisch ist. In seinem bösen Satirefilm "Borat" provoziert er die USA und reizt den Staat Kasachstan bis aufs Blut.
Laut Drehbuch ist Borat eigentlich auf einer romantischen Heldenreise: Er hat im Fernsehen Pamela Anderson gesehen und macht er sich von New York an die Westküste auf, um die Frau seiner Träume zu heiraten. Am Ende trifft er sie tatsächlich - Anderson ist wohl eine der wenigen, die willentlich an dem Film teilnahmen. Der Film hat neben der brutalen Turbo-Comedy leise, melancholische Momente. Borat schmachtet, unterlegt mit Balkan-Schwermut vom Komponisten Goran Bregovic. Seine Gesprächspartner entlarvt Cohen als bigotte, überhebliche Idioten, die sich in Gegenwart des so offensichtlich planlosen Ausländers aus irgendeinem rückständigen Land eine Blöße nach der anderen geben. Er benutzt die Tarnkappe der vorgeblichen Dummheit. Cohen ist ein großer Komiker, ein beeindruckender Schauspieler und ein Improvisationskünstler. Er hat die Satire per Konfrontation auf eine neue Stufe gehoben - nicht erst als Borat. In erster Linie jedoch ist Cohen ein Eulenspiegel: Lustig ist er vor allem durch die Dummheiten, die er anderen so meisterlich und furchtlos entlockt.

