Abgründig und erschreckend!
Biester Kritik
- 3
- 1
30. Juli 2008
Claude Chabrol ist ja nun nicht gerade für 'leichte Kost' bekannt. Auch in diesem Film wird er seinem Ruf gerecht.
Den Rahmen für menschliche Abgründe wie Arroganz, Neid und Eifersucht bildet der grossbürgerliche Haushalt der Familie Lelievre (Jacqueline Bisset, Jean Pierre Cassel, Virginie Ledoyen und Valentin Merlet), die die schon fast devote Sophie (Sandrine Bonnaire) als Hauswirtschafterin einstellt. Sophie hält das Haus picobello sauber, kocht hervorragend und verbringt ihre Freizeit meistens vor dem ausrangierten Fernseher liegend, den man ihr 'grosszügig' in ihr kleines Zimmerchen gestellt hat.
Als sie die Postangestellte Jeanne (grandios: Isabelle Huppert!!) kennenlernt, beginnt sich ihr eintöniges, tristes Leben zu ändern. Hinzu kommt, dass die beiden Frauen ein dunkles Geheimnis umgibt, das sie miteinander verbindet. Jeanne ergreift immer mehr Besitz von ihrer 'neuen Freundin' und infiziert sie mit ihrem Neid und ihrer Eifersucht auf die Lelievres.
Die Handlung beginnt sich nun zu drehen und ganz langsam beschleicht den Zuschauer ein ungutes Gefühl, das ihn nicht mehr loslässt.
Als sich Sophie zu einem Erpressungsversuch an den Lelievres hinreissen lässt, misslingt dieser und es kommt zur unvermeidlichen Kathastrophe...
Ein unglaublich spannender Film mit einem phantastischen Ensemble!

