Gute Charakterstudie eines Krieges mit teils fragw
Bestie Krieg Kritik
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11. Mai 2007
Wow - super gemacht, die Charakterstudie und geistig-moralische Entwicklung in ihren einzelnen Phasen des jungen Panzersoldaten, der erst (und immerhin!) dann gezwungen wird, seine Situation und die ethische Beschaffenheit seiner Befehlsgeber wie seines unmittelbaren Vorgesetzten, des Panzerkommandanten, und seiner "Kameraden" im Panzer wie auch des ganzen Afghanistan-Krieges seines Landes zu hinterfragen und in ihrer Brutalität und ihrem menschenverachtenden Zynismus klar zu sehen - und die innerlichen und bald auch äußerlichen Konsequenzen daraus zu ziehen - , als er unmittelbar auf schreckliche Art selber unleugbar (mit)schuldig wird; sehr gut gemacht und absolut nachvollziehbar, die dramatische Kehrwendung irgendwann auch gewaltsam gegen seine eigenen "Kameraden", die sich schließlich auch gegenseitig gegeneinander als Wölfe unter Wölfen wie blutig-grausame Wölfe benehmen! - Schön, die Ambition, die Mudschaheddin und Taliban als sympathische Menschen mit eigenen Nöten, Leiden und Gefühlen zu zeigen; nur nicht ganz glaubwürdig, diese Idealisierung, angesichts der Tatsache, wie zynisch-grausig und grausam blutig diese in der Realität gegeneinander kämpf(t)en, und wie fast sämtliche Menschenrechte mit Füßen tretend ja schließlich die Taliban eine sogar Musik (!) als solche ihren Untertanen verbietende Tyrannei ohnegleichen nach ihrem "Sieg" über die Sowjetunion und hauseigenen Kommunisten errichteten, die bekanntermaßen sogar Weltkulturerbe-Statuen als verbotene Götzenbilder mit Maschinenwaffen und Sprengstoff beseitigten und speziell ihre Frauen einer grauenhaften Diktatur der Bildungs- und Chancenlosigkeit unterwarfen (Verbot des Schulbesuches etc.!), welche die im Film vorkommende symbolhafte Rettung einer ihrer Frauen vor der Vergewaltigung im nachhinein genauso symbolartig Lügen straft! - Bedenklich auch die klamaukhaften, wohl das Heldentum der Taliban unterstreichen sollenden Szenen der Jagd auf den Panzer am Schluß, auch, falls die fast schon teils humoreske Absurdität des Krieges als Entschuldigung herhalten sollte: Das In-die-Luft-Jagen eines Panzers samt Besatzung ist nie lustig, speziell nicht für die Besatzung, die in der Regel dort drinnen jämmerlich bei lebendigem Leibe verbrennt!

