Ausente Details

Ausente
Format: FSK: 6 DVD
Darsteller: Carlos Echevarria, Javier de Pietro, Antonella Costa, Rocio Pavon, Alejandro Barbera, Luis Mango
Regisseur: Marco Berger
Genre: Drama - Sonstiges
Studio: Pro-Fun Media
Originaltitel Ausente
Titel Discs
Ausente
6 Hauptfilm

DVD Details

Laufzeit: 1 Stunde 31 Minuten
Erscheinungsdatum: 20. Mär 2012
Sprache: Spanisch
Untertitel: Deutsch
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Beste Kritik Ausente

  • Anwesend, Abwesend

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach Filmdoktor (43 Kritiken) aus Eichstätt , 30. Mai 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Der Sportlehrer Sebastian überprüft die Namensliste seiner Schüler der 10. Klasse zu Beginn des Unterrichts und die Jungen antworten mit 'presente' ' 'anwesend', 'ausente' ' 'abwesend'. Ein Schüler fehlt schon wieder: Martin Blanco. Es ist jener Schüler, den er vor einiger Zeit wegen einer vermeintlichen Augenverletzung direkt vom Schwimmunterricht ins Krankenhaus gefahren hat, dort aber wurde nichts festgestellt. Zurück an der Sporthalle war der Mitschüler, der Handy und Hausschlüssel mitgenommen hat, nicht auffindbar und die Oma, bei der dieser Martin nach seiner Aussage lebt, ist nicht zuhause und auch telefonisch nicht erreichbar. Der Lehrer Sebastian lässt den Schüler Martin also auf seiner Couch im Wohnzimmer übernachten. Es liegt eine beständige Spannung in der Luft aufgrund von körperlicher Anziehung, unterdrückter Erotik und Unausgesprochenem. Sebastian telefoniert noch mit seiner Verlobten und erzählt vom Schüler, der beiläufig auch von einer Nachbarin gesehen wird. Am nächsten Morgen in der Schule erfährt Sebastian von zwei Kolleginnen eine ganz andere Variante der Geschichte.

    'Ausente' spielt von Beginn mit den Erwartungen des Zuschauers und vermittelt viel der inneren Spannung über Alltagsgeräusche, die wie ein Teppich über manchen Szenen liegen, und über die Blicke der Personen, die mit ihren Gedanken immer schon weiter, immer schon beim nächsten Schritt angekommen und so beständig abwesend und gleichwohl anwesend sind. So wird zwar durchaus die Geschichte eines jugendlichen Begehrens erzählt: Martin weiß sehr genau, dass er den Lehrer durch seine nächtliche Anwesenheit in der Hand hat. Der Lehrer Sebastian wiederum weiß lange nicht, welche Absichten Martin nun verfolgt und schließlich ist er auf die Leere in seinem eigenen Leben zurückgeworfen, was in den Szenen mit seiner Freundin verstärkt spürbar wird.

    Der Regisseur Marco Berger ('Plan B') hat an der 'Universidad de Cine' in Buenos Aires studiert und ist dem 'nuevo cine argentino' zuzurechnen, welches - vergleichbar mit der deutschen 'Berliner Schule' - der Atmosphäre mehr Gewicht verleiht als der Geschichte, die erzählt wird. Wer also eine homosexuelle Liebesgeschichte oder einen emotionalen Thriller erwartet, wird sicher von 'Ausente' enttäuscht werden. Alle die, die offen sind für einen äußerlich völlig unspektakulären Film, der auf Bild- und Tonebene aber eine sehr dichte Reflexion über Begehren, Anziehung, Lebensausrichtung und gesellschaftliche Regeln bietet, sei dieses kleine Meisterwerk, das im Berlinale-Forum 2011 mit dem Teddy-Award ausgezeichnet wurde, sehr empfohlen.

    Der Film liegt nur in der OmU-Fassung vor, was aber sehr empfehlenswert ist, um in die Atmosphäre eintauchen zu können. Zudem ist in den Extras ein Interview mit dem Regisseur enthalten.
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Alle Kritiken

(6)
  • Typisch franz. Film

    Bewertung - 2.0 Sternen  
    Nach Blackmoon (568 Kritiken) , 04. Mär 2013
    Ausente zeigt die Geschichte um einen Jungen und seinen Lehrer. Es ist schon alles irgendwie verstörend und sehr langatmig und zum Teil langweilig
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  • Ausente - enforce

    Bewertung - 3.5 Sternen  
    Nach Allerleirau1974 (156 Kritiken) aus Regensburg , 28. Okt 2012
    Mit forcierter Abwesenheit gesteuertes 'Schicksals'treffen.

    Verliebt in und Begehren an den Lehrer, ist der Hauptprotagonist auf Selbstfindung aus.

    Auf eine Art Verhältnis zwischen Schüler-Lehrer läuft es hinaus.

    Ein Hin und Her der Gefühle und Offenbarung.

    Die Schuldgefühle nach dem Unfall zeigen die verbotenerweise Wahrheit.

    Schön, tragisch, realistisch.
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  • Ausente 2011

    Bewertung - 4.5 Sternen  
    Nach besucher (12 Kritiken) , 13. Okt 2012
    Bei diesem Film läuft eine tatsächlich 'Knisternde Spannung' von homo-erotischen Elementen einher. Der Zuschauer spürt Gefühle, Verlangen und Abwehr der beteiligten Personen zugleich, zumal das Verhältnis Lehrer-Schüler in der Gesellschaft vorgegeben ist. Wunderbar fand ich Sehnsucht wie Beherrschung der beiden Darsteller, im Gegensatz zu anderen Filmen ähnlicher Thematik, wo meist gleich 'drauflosgelegt' wird.

    J. G.
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  • Wenig Lärm um Nichts

    Bewertung - 2.0 Sternen  
    Nach SMily1199 (643 Kritiken) aus Pirna , 15. Jul 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Der Film spielt mit einer unausgelebten Option zwischen einem Lehrer und seinem Schüler. Dieses tabuisierte Thema wird dadurch thematisiert, dass der Schüler den Lehrer zu vernaschen versucht. Der Handlungsverlauf kommt mit wenigen Dialogen aus und man ist häufiger mal angeregt, zwischen den Zeilen zu lesen. Überzeugend agierende Schauspieler, sehr professionell wirkende Aufnahmen und Schnitte. Es passiert nicht viel und jedes Mal wenn man darauf wartet, dass einer der beiden mit der Wahrheit rausrückt - wird man enttäuscht. Jeder rettet sich in seine Welt und in Schweigen. Und man fragt sich schon: Warum?!
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  • Anwesend, Abwesend

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach Filmdoktor (43 Kritiken) aus Eichstätt , 30. Mai 2012

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    Der Sportlehrer Sebastian überprüft die Namensliste seiner Schüler der 10. Klasse zu Beginn des Unterrichts und die Jungen antworten mit 'presente' ' 'anwesend', 'ausente' ' 'abwesend'. Ein Schüler fehlt schon wieder: Martin Blanco. Es ist jener Schüler, den er vor einiger Zeit wegen einer vermeintlichen Augenverletzung direkt vom Schwimmunterricht ins Krankenhaus gefahren hat, dort aber wurde nichts festgestellt. Zurück an der Sporthalle war der Mitschüler, der Handy und Hausschlüssel mitgenommen hat, nicht auffindbar und die Oma, bei der dieser Martin nach seiner Aussage lebt, ist nicht zuhause und auch telefonisch nicht erreichbar. Der Lehrer Sebastian lässt den Schüler Martin also auf seiner Couch im Wohnzimmer übernachten. Es liegt eine beständige Spannung in der Luft aufgrund von körperlicher Anziehung, unterdrückter Erotik und Unausgesprochenem. Sebastian telefoniert noch mit seiner Verlobten und erzählt vom Schüler, der beiläufig auch von einer Nachbarin gesehen wird. Am nächsten Morgen in der Schule erfährt Sebastian von zwei Kolleginnen eine ganz andere Variante der Geschichte.

    'Ausente' spielt von Beginn mit den Erwartungen des Zuschauers und vermittelt viel der inneren Spannung über Alltagsgeräusche, die wie ein Teppich über manchen Szenen liegen, und über die Blicke der Personen, die mit ihren Gedanken immer schon weiter, immer schon beim nächsten Schritt angekommen und so beständig abwesend und gleichwohl anwesend sind. So wird zwar durchaus die Geschichte eines jugendlichen Begehrens erzählt: Martin weiß sehr genau, dass er den Lehrer durch seine nächtliche Anwesenheit in der Hand hat. Der Lehrer Sebastian wiederum weiß lange nicht, welche Absichten Martin nun verfolgt und schließlich ist er auf die Leere in seinem eigenen Leben zurückgeworfen, was in den Szenen mit seiner Freundin verstärkt spürbar wird.

    Der Regisseur Marco Berger ('Plan B') hat an der 'Universidad de Cine' in Buenos Aires studiert und ist dem 'nuevo cine argentino' zuzurechnen, welches - vergleichbar mit der deutschen 'Berliner Schule' - der Atmosphäre mehr Gewicht verleiht als der Geschichte, die erzählt wird. Wer also eine homosexuelle Liebesgeschichte oder einen emotionalen Thriller erwartet, wird sicher von 'Ausente' enttäuscht werden. Alle die, die offen sind für einen äußerlich völlig unspektakulären Film, der auf Bild- und Tonebene aber eine sehr dichte Reflexion über Begehren, Anziehung, Lebensausrichtung und gesellschaftliche Regeln bietet, sei dieses kleine Meisterwerk, das im Berlinale-Forum 2011 mit dem Teddy-Award ausgezeichnet wurde, sehr empfohlen.

    Der Film liegt nur in der OmU-Fassung vor, was aber sehr empfehlenswert ist, um in die Atmosphäre eintauchen zu können. Zudem ist in den Extras ein Interview mit dem Regisseur enthalten.
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