Die 20 besten Filme im Mai 2012

Was für ein Schmonz!

Armageddon - Das jüngste Gericht Kritik

Bewertung - 1.0 Stern

Von: ein mitglied Avatar Bild

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8. Januar 2012

Amerikanische Katastrophenfilme sind ja fast immer mit Pathos und Kitsch überladen, aber dennoch oft sehenswert. Dieser Film trieft jedoch so vor Heldentum und großen Gefühlen, dass es weh tut. Die Geschichte ist von der Grundstruktur her noch annehmbar, aber so vorhersehbar umgesetzt, dass man fast immer weiß, was als nächstes passiert. Allenfalls die Szene, als der Präsident die Bombe zünden will, konnte ein wenig Spannung verbreiten.

Ansonsten schert sie sich noch weniger um Logik, die Gesetze der Physik oder der Wahrscheinlichkeit wie die Mission-Impossible-Reihe, ohne aber auch nur annähernd deren Ironie, Kurzweil und Jubelgefühl zu erzeugen. Die flotten Sprüche der Protagonisten während derer Weltrettungversuche sind wohl der Versuch, dem Unsinn eine Prise Parodie überzustülpen, wirken aber zu kontrastär zu der sonst bierernst gedrehten Action und daher einfach nur hölzern und peinlich. Und wenn zum Schluss einer der Superhelden minutenlang emotionale Reden hält, obwohl jede Sekunde zählt, um die Welt vor dem Untergang zu retten, möchte man fast schreiend aus dem Zimmer rennen.

Der übliche Wir-sind-Helden-und-retten-die-Welt-Soundteppich überlagert hier jede Szene und scheint kein Ende zu nehmen.

Ich stelle an einen guten Action-Film nicht den Anspruch, stets logisch und realistisch zu sein, aber hier ist die Grenze des Erträglichen wirklich weit überschritten, so weit, dass es einfach keinen Spaß mehr macht. Weder Bruce Willis noch Liv Tyler vermögen daran etwas zu retten. Schade.