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James Bond 007 - Casino Royal
12 Hauptfilm

DVD Details

Laufzeit: 2 Stunden 19 Minuten
Erscheinungsdatum: 23. Mär 2007
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
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Beste Kritik James Bond 007 - Casino Royal

  • Grandioser Schritt zurück: Die Geburt einer Legende

    Bewertung - 5.0 Sternen  
    Nach ein mitglied aus München , 29. Aug 2008

    [Hoch bewerteter Kritikenschreiber]

    'Der beste Bond, den es je gab!' - solche und ähnliche Prädikate wurden bislang jedem neuen Bond-Film verliehen, weil er eben neu war. Daher ist auf diese Beurteilung wenig Verlass. 'So haben Sie James Bond noch nie gesehen!' trifft den Kern der Sache schon genauer, denn in der Tat zeigt CASINO ROYALE ein paar Seiten des berühmten Geheimagenten, die man bislang nicht kannte. Der Film knüpft dabei nicht nahtlos an die bestehende Serie an, sondern geht radikal in eine andere Richtung, nämlich zum Anfang der Legende.

    CASINO ROYALE beginnt damit, dass Bond sich seinen Doppelnull-Status verdient, indem er einen abtrünnigen Sektionsleiter des britischen Secret Service und dessen Helfershelfer eliminiert, und zwar wortkarg und knallhart. Anders als seine bisweilen arg geschwätzigen Vorgänger präsentiert sich Daniel Craig als brachiale Kampfmaschine, die buchstäblich mit Volldampf durch die Wand geht. Weniger Dandy, mehr Dirty Harry. Keine Zeit für flotte Sprüche, hier geht's ohne Pardon zur Sache.

    Dabei kommt Craig der Figur, wie sie einst von Ian Fleming erdacht wurde, näher als jeder andere Schauspieler vor ihm. Damit möchte ich die Leistungen von Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan keineswegs schmälern. Natürlich spielt auch die Zeit, in der die Bond-Filme entstanden sind, eine wichtige Rolle (in CASINO ROYALE wird erstmals, wenn auch nur am Rande, der 11. September 2001 thematisiert), und manches von dem, was heute gezeigt werden darf, hätte das Publikum früher wohl ziemlich verstört.

    Nachdem er die Lizenz zum Töten erhalten hat (von der er noch ausgiebig Gebrauch machen wird), soll Bond in Afrika einen Bombenleger beschatten. Leider geht bei dieser Mission so ziemlich alles schief, und dass Bond bei der anschließenden Verfolgungsjagd nicht nur eine Baustelle um Monate in der Planung zurückwirft, sondern auch im Alleingang eine Botschaft stürmt (!) und den Bomber ins Jenseits befördert, bringt ihm bei seiner Vorgesetzten M (souverän wie immer: Judy Dench) nicht unbedingt Bonuspunkte ein. Hier zeigt sich jedoch, dass Bond kein Superman ist, sondern ein Mensch und außerdem ein Anfänger, dem viele Fehler unterlaufen. Ihm mangelt es an der nötigen Erfahrung, um die Konsequenzen seiner Handlungen rechtzeitig zu erkennen - ein Umstand, der ihm später noch zu schaffen macht.

    Anders als in den früheren Bond-Filmen gibt es diesmal keine Miss Moneypenny, die den Agenten ewig anschmachtet, und auch keinen genialen Waffenmeister Q. Lächerliche Gags wie unsichtbare Autos oder Uhren mit eingebauter Laserkanone fehlen zum Glück völlig, dennoch spielt die moderne Technik wieder eine wichtige Rolle.

    Mit Hilfe des Handys, das er dem Toten abgenommen hat, kommt Bond einer groß angelegten Verschwörung auf die Spur: Der Jungfernflug eines neuen Riesenflugzeugs soll sabotiert werden, um damit die Börse zu manipulieren. Auf diese Weise will der sinistre Aktienmakler Le Chiffre (beängstigend gut: Mads Mikkelsen) das Geld seiner Klienten, allesamt weltweit operierende Terroristen, vervielfachen.

    Dadurch, dass Bond den Anschlag vereitelt, stürzt er Le Chiffre in eine schwere Krise. Um seine Schulden wieder wettzumachen (und sein Leben zu retten), organisiert das bankrotte Finanzgenie ein Pokerturnier um eine astronomisch hohe Summe im berühmten Casino Royale. Bond, der beste Spieler im Geheimdienst Ihrer Majestät, soll dafür sorgen, dass Le Chiffre verliert, damit er überläuft und seine Geheimnisse ausplaudert, als Gegenleistung für den Schutz, den ihm der Secret Service anbieten will.

    Zur Finanzierung dieses gewagten Unternehmens (und um ihn zu beobachten), stößt Vesper Lynd (betörend: Eva Green) zu Bond. Zunächst können sich der Spion und die Buchhalterin nicht ausstehen, doch die Ereignisse der nächsten Stunden und Tage verändern so gut wie alles und schweißen sie zu einem Team zusammen, und bald empfinden die beiden sehr viel mehr füreinander als Respekt und freundschaftliche Zuneigung...

    Das Pokerspiel mit all seinen dramatischen Ent- und Verwicklungen gehört sicher zu den spannendsten Kämpfen, in die Bond jemals verwickelt war (und ist deshalb auch für all jene Zuschauer faszinierend, die von Poker keine Ahnung haben). Die Situation spitzt sich zu, als Bond auf einen Trick Le Chiffres hereinfällt und sein gesamtes Kapital verliert... mehr möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

    Im letzten Drittel schlägt der Film leisere Töne an uns widmet sich ausgiebig der Liebe zwischen Vesper und Bond, der zu diesem Zeitpunkt eine unmenschliche Tortur hinter sich hat. Selten sah man ihn verwundbarer, und nie zuvor hörte man ihn lauter vor Schmerzen brüllen, als während Le Chiffres grausamer Folter, die der Agent nur knapp überlebt.

    Fast scheint es, als würde der Film sanft und verträumt ausklingen. Das wäre zwar ungewöhnlich, doch mittlerweile ist man als Zuschauer bei CASINO ROYALE auf alles gefasst. Zum Glück wissen die Produzenten, was sie ihrem Publikum schuldig sind, und lassen Regisseur Martin Campbell zum furiosen Showdown in Venedig das Gaspedal noch einmal bis zum Anschlag durchtreten! Der finale Fight im Inneren des Hauses, das langsam, aber unaufhaltsam in den Fluten des Canale Grande versinkt, kann es in Sachen Action und Spannung mühelos mit jeder explodierenden Weltraum-Basis oder Unterwasser-Station aufnehmen oder was auch immer am Ende eines Bond-Films mit einem großen Knall verschwindet...

    Was musste sich Daniel Craig nicht alles anhören, als bekannt wurde, dass er der nächste Bond sei: zu blond, zu hässlich, zu blass. Keine Ahnung vom Schaltgetriebe eines Bentley, Sonnenbrand auf den Bahamas, ausgeschlagene Zähne nach einer Kampfszene, Ex-Lover von Heike Makatsch... selten wurde über einen Bond-Darsteller schon vor der Premiere so viel Häme ausgeschüttet wie bei CASINO ROYALE. Craig ließ sich davon nicht beirren, zog seinen Job kompromisslos durch, bepackte seinen Körper mit den nötigen Muskeln und gab seinem Bond jede Menge Ecken und Kanten. Auch das perfekt geschnittene Dinner-Jackett kann nicht über die Wildheit und Härte dieses Mannes hinwegtäuschen, und seine stahlblauen Augen sind eindeutig die eines Killers. Außerdem überzeugt CASINO ROYALE durch ein hohes Maß an Realismus und den Verzicht auf allzu humorige Albernheiten. Statt dessen geht der Film an die Grenzen dessen, was das moderne Action-Kino zu bietet hat.

    Mittlerweile sind selbst die hartnäckigsten Kritiker verstummt und bescheinigen Craig zu Recht eine fantastische Leistung. Das Lob gebührt ihm natürlich nicht allein, auch wenn er im Mittelpunkt steht. Sämtliche Darsteller leisten durch die Bank großartige Arbeit, und das selbe gilt für Regisseur Campbell, der bereits mit GOLDEN EYE Erfahrung in Sachen Bond sammeln konnte. Sowohl die Locations als auch die Spezialeffekte, die Musik und die Stunts - alles vom Feinsten.

    Vielleicht ist CASINO ROYALE ja doch der beste Bond, den es jemals gab...
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Alle Kritiken

(235)
  • ckt 298

    Bewertung - 3.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 12. Mai 2013
    bond muss man mögen oder auch nicht ich mag bond, fand diesen film aber nicht überzeugend. die alten filme sind einfach überzeugender, denn nur die nahtlose Aneinanderreihung purer Action kann auch ermüdend sein
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  • Der neue James Bond

    Bewertung - 3.5 Sternen  
    Nach ein mitglied , 22. Mär 2013
    Dieser James Bond hat mich beeindruckt. Wenn es Sean Connery als 007 nicht gäbe, wäre Daniel Craig für mich die Idealbesetzung.
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  • Eine neue Ära

    Bewertung - 4.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 03. Mär 2013
    Absolut super Bond! Daniel Craig wurde im Vorfeld viel kritisiert. Er entspricht tatsächlich nicht dem typischen Bond. Craig läutet einen härteren Bond ein, ohne dabei den Charme zu verlieren. Ich werde mir die nächsten Filme auf jeden Fall ansehen.
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  • 007 Filme waren früher besser

    Bewertung - 2.0 Sternen  
    Nach Redpower (20 Kritiken) , 28. Feb 2013
    Zu gewalttätig, das nennt man heute wohl Aktion. Nichts gegen den Schauspieler James Bond, sondern die Story gefällt mir nicht und die Drehorte, dann auch noch teilweise mit Untertiteln. Dieser Film ist nicht mein Fall! Schade, denn die früheren 007 James Bond Filme waren besser.
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  • Hut ab, Mr. Craig!

    Bewertung - 5.0 Sternen  
    Nach ein mitglied , 23. Feb 2013
    Im Schatten des großen Bond-Meisters Sean Connery macht Daniel Craig seine Sache hervorragend. Einer der besten Bond-Filme, die ich kenne!
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